Rolls-Royce hat Medienberichten zufolge sein Triebwerk für die MV-75 Cheyenne der US-Armee mit einer neuen digitalen Triebwerkssteuerung auf volle Leistung gebracht. Über diesen Entwicklungsschritt berichteten Medien am 20. Oktober. Die Aktie fiel gestern um 3,2%; der Schlusskurs lag bei 14,83 €.
Forschung für zivile und militärische Triebwerke
Ein weiteres Entwicklungsprojekt betrifft die nächste Generation ziviler und militärischer Strahltriebwerke. Rolls-Royce und die britische Regierung kündigten am Mittwoch ein gemeinsames Forschungs- und Technologieprogramm über zehn Jahre an. Das geplante Volumen beträgt £2,5 Milliarden.
Zum Programm gehört nach Unternehmensangaben auch ein Triebwerksdemonstrator. Die Entwicklung soll Rolls-Royce dabei unterstützen, im Markt für die nächste Generation von Schmalrumpfflugzeugen um Aufträge zu konkurrieren. Die ersten Programmphasen stehen unter dem Vorbehalt einer endgültigen Vereinbarung.
Reuters berichtete gestern, dass die Aufteilung der Kosten zwischen Regierung und Rolls-Royce weiterhin Gegenstand von Gesprächen sei. Damit bleibt eine wesentliche Finanzierungskondition des angekündigten Vorhabens in Verhandlung.
Nach Angaben des britischen Wirtschaftsministeriums könnte das vorgeschlagene Programm der britischen Wirtschaft über seine gesamte Laufzeit £120 Milliarden zusätzlich bringen. Zudem könnte es bis Ende 2029 insgesamt 3.300 bestehende Arbeitsplätze unterstützen. Auch das Ministerium stellte die Vereinbarung unter den Vorbehalt weiterer Verfahrensschritte.
Avolon bestellt weitere Triebwerke
Neben den Entwicklungsprojekten meldete Rolls-Royce am 13. Oktober einen Auftrag von Avolon über 70 Trent-7000-Triebwerke. Am 19. Oktober kündigte das Unternehmen außerdem zusätzliche Leistungen für Kunden von CorporateCare Enhanced an. Beide Meldungen betreffen das bestehende Angebot, während das Forschungsprogramm auf künftige Triebwerkstechnologien zielt.
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