Atlas Air hat 40 Trent XWB-97-Triebwerke bei Rolls-Royce bestellt — der größte Einzelauftrag für diesen Motor auf der A350F-Frachtplattform. Gleichzeitig baut der britische Hersteller seine Verteidigungsgeschäfte in Osteuropa aus. Zwei Meldungen, die das breite Wachstumsprofil des Unternehmens unterstreichen.
Atlas Air als erster A350F-Kunde in Amerika
Die 40 Triebwerke sollen 20 neue Airbus A350F-Frachtflugzeuge antreiben und sind in das TotalCare-Serviceprogramm eingebunden, das langfristige Wartung und Triebwerksüberwachung umfasst. Für Atlas Air ist es der größte Flugzeugauftrag der Unternehmensgeschichte — und für Rolls-Royce ein wichtiger Schritt in den nordamerikanischen Schwerfracht-Markt.
Der Trent XWB-97 kommt dabei auf mehr als vier Millionen Betriebsstunden über acht Jahre. Zwei Haltbarkeitspakete wurden bereits implementiert, ein drittes soll 2028 in Betrieb gehen und die Standzeit des Triebwerks in anspruchsvollen Umgebungen verdoppeln.
Rolls-Royce Holdings plc Aktie Chart
Rüstung und Aktienrückkäufe als weitere Bausteine
Parallel dazu unterzeichnete Rolls-Royce in Warschau ein Memorandum of Understanding mit der polnischen Verteidigungsgruppe Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ). Die Zusammenarbeit umfasst die Wartung und Überholung von Triebwerken der polnischen Streitkräfte sowie potenziell die lokale Fertigung von Antriebssystemen für militärische Landfahrzeuge. PGZ ist Polens größter Rüstungskonzern mit rund 60 Tochtergesellschaften.
Finanziell setzt Rolls-Royce seinen Kurs konsequent fort. Am 13. März wurden weitere 1,82 Millionen Aktien zurückgekauft, womit das laufende Rückkaufprogramm im Volumen von 2,3 Milliarden Pfund inzwischen mehr als 12,5 Millionen Aktien umfasst. Für das Geschäftsjahr 2025 hatte das Unternehmen einen operativen Gewinn von 3,46 Milliarden Pfund bei einer Marge von 17,3 Prozent gemeldet — ein deutlicher Sprung gegenüber den 2,46 Milliarden Pfund des Vorjahres.
Ein Risikofaktor bleibt der Ölpreis: Da Serviceverträge wie TotalCare direkt an die Flugstunden der Triebwerke gekoppelt sind, können steigende Treibstoffkosten oder Flugausfälle infolge geopolitischer Spannungen die Einnahmen aus diesem Segment belasten.
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