Rolls-Royce setzt an zwei Fronten auf Wachstum. Während das US-Militär frische Millionen nach Indianapolis überweist, bereitet der Konzern den technologischen Sprung ins Quanten-Zeitalter vor. Anleger reagieren positiv auf die Mischung aus solidem Rüstungsgeschäft und High-Tech-Vision.
Das US-Verteidigungsministerium hat einen neuen Festpreisauftrag an Rolls-Royce vergeben. Das Volumen beläuft sich auf rund 36,5 Millionen Dollar. Dafür liefert der Konzern zehn Triebwerke vom Typ AE 1107C. Diese Aggregate treiben die CMV-22 Osprey der US Navy an. Die Fertigung erfolgt im Werk in Indianapolis. Bis Mai 2028 soll der Auftrag vollständig abgeschlossen sein.
Angriff auf die Simulationstechnologie
Parallel dazu investiert Rolls-Royce in die Zukunft der zivilen Luftfahrt. Der Konzern kooperiert mit dem Quanten-Spezialisten Quantinuum und der Universität Edinburgh. Ziel ist die Integration von Quantencomputern in die Triebwerksentwicklung. Herkömmliche Supercomputer stoßen bei der Simulation komplexer Luftströmungen oft an ihre Grenzen. Die Partner nutzen künftig den Helios-Quantenrechner, um effizientere Antriebe zu entwerfen.
An der Börse spiegelt sich dieser Kurs wider. Die Aktie notiert aktuell bei 16,55 Euro. Auf Jahressicht entspricht das einem Plus von über 42 Prozent.
Analysten bei Jefferies hoben ihr Kursziel zuletzt auf 1.870 Pence an. Sie bestätigten damit ihre Kaufempfehlung. Der Konzern steuert für das Gesamtjahr 2026 einen freien Cashflow von bis zu 3,8 Milliarden Pfund an. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich.
Resilienz gegen Ölpreis-Schwankungen
Steigende Ölpreise belasten derzeit viele Luftfahrtwerte. Rolls-Royce profitiert jedoch von seiner breiten Aufstellung. Besonders der Bereich Power Systems floriert. Rund 25 Prozent der globalen Rechenzentren nutzen bereits mtu-Generatoren des Konzerns. Der Boom bei künstlicher Intelligenz dürfte diesen Energiebedarf bis 2030 weiter massiv antreiben. Damit bleibt Rolls-Royce unabhängig von kurzfristiger Volatilität im Passagiergeschäft. Das Unternehmen veröffentlicht Ende Juli seinen detaillierten Halbjahresbericht.
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