Der Goldpreis hat in den vergangenen 3 Wochen erheblich Federn gelassen. Ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt kam es zunächst zu der klassischen Fluchtbewegung in den sicheren Hafen. Gold stieg in der Spitze auf knapp 5.500 US-Dollar je Unze. Doch diese „richtige“ Bewegung hielt nicht lange. Der gleiche Konflikt, der die Rally ausgelöst hatte, sorgte im zweiten Schritt für stark fallende Kurse. Wie kann das sein?
Grund dafür waren steigende Ölpreise und damit neue Inflationssorgen. Denn das wiederum ließ die Zinserwartungen drehen. Statt der bisher eingepreisten baldigen Zinssenkung, geht der Markt inzwischen für 2026 zunehmend von einem verharren auf dem aktuellen Niveau aus. Drücken die Ölpreise noch länger auf die Inflation muss der Zins in den USA sogar womöglich gesteigert werden, in Europa stehen die Zeichen bereits auf Zinsanhebung.
Goldpreis korrigiert über 20% – Branche unter starkem Abgabedruck
Für Gold ist das ein klarer Belastungsfaktor. Da Gold bekanntermaßen keine Rendite bringt, macht eine Zinserhöhung die Anlageklasse relativ zu Anleihen unattraktiver. Entsprechend fiel der Preis in kurzer Zeit deutlich zurück und notiert aktuell nur noch bei rund 4.300 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von mehr als einem Fünftel vom Hoch.
Die Entwicklung traf einen Sektor besonders stark, der zuvor zu den größten Gewinnern am Markt gehörte: Gold- und Silberminenaktien waren 2025 echte Überflieger, getrieben von steigenden Edelmetallpreisen, geopolitischer Unsicherheit und neben den Zentralbanken einem zunehmenden Interesse institutioneller Anleger.
Besonders kleinere Minengesellschaften hatten sich innerhalb kurzer Zeit vervielfacht. Diese Dynamik kehrte sich nun um. Mit dem Rücksetzer beim Goldpreis folgte eine scharfe Korrektur im gesamten Goldminen-Sektor. Gewinne wurden mitgenommen, Trendfolge-Investoren zogen sich zurück – und selbst qualitativ hochwertige Werte aus der Branche gerieten unter Druck; Perpetua Resources war einer von ihnen.
Perpetua Resources: Trotz guter Nachrichten in Sippenhaft
Die Perpetua-Aktie lief 2025 und zu Beginn dieses Jahres in Etappen hoch und kostete noch vor wenigen Wochen rund 31 US-Dollar. Mit der Korrektur beim Goldpreis setzte jedoch eine ebenso schnelle Gegenbewegung ein. Aktuell notiert die Aktie nur noch bei etwa 25 US-Dollar, was einem Rückgang von fast 20 % entspricht. Der Markt behandelt Perpetua wie einen klassischen Goldwert, dabei ist eine Gleichbehandlung kaum gerechtfertigt: Die Perpetua-Investmentstory geht über Gold hinaus, Perpetua wird in wenigen Jahren der größte Antimon-Förderer der USA sein.
Das ist von hohem strategischen Wert, insbesondere weil die US-Regierung derzeit an einem Eingriff in die Rohstoffmärkte arbeitet. Im Zentrum steht das sogenannte OPEN-Programm (Open Price Exploration for National Security), ein vom Pentagon entwickeltes Datenauswertungs-Modell. Dieses System soll berechnen, wie hoch der „faire“ Preis kritischer Mineralien tatsächlich sein müsste – basierend auf realen Produktionskosten, Verarbeitung, Transport und angemessenen Margen. Entscheidend ist dabei, dass die verzerrenden Effekte von staatlich unterstützten chinesischen Billig-Anbietern bewusst ausgeklammert werden. In der ersten Phase konzentriert sich das Modell auf vier konkrete Rohstoffe: Gallium, Germanium, Wolfram – und Antimon.
Die Auswahl ist kein Zufall. Alle 4 Märkte, sind wenig transparent und China spielt in diesen Märkten eine dominierende Rolle. In den vergangenen Jahren hat Peking gezielt Überkapazitäten aufgebaut und Preise gedrückt, um westliche Anbieter aus dem Markt zu drängen. Für viele Projekte bedeutete das: wirtschaftlich kaum darstellbar und in der Folge Abhängigkeit von chinesischen Förderern.
Geplant ist nun ein Handelsblock mit mehr als 50 Partnerländern, in dem die Referenzpreise neu definiert und durchgesetzt werden – unter anderem über Zölle, um Dumpingpreise aus dem Markt zu drängen. Damit würde sich die Preisbildung fundamental verändern und erstmals politisch stabilisiert werden.
Neue Spieler erhalten faire Preise und eine gute Planbarkeit, wodurch die Abhängigkeiten geringer werden dürften. Sicher, wo kein Gallium ist, kann kein Gallium abgebaut werden – aber kleinere Lagerstätten, die auf dem freien Markt unrentabel wären, hätten dann eine Chance.
Aktie auf dem Weg zu alten Höhen?
Für Perpetua ist diese Entwicklung sehr vorteilhaft. Antimon ist neben Gold der strategische Kern des Unternehmens. Das Stibnite-Projekt in Idaho zählt zu den wenigen relevanten Vorkommen in den USA.
Bisher hing die Wirtschaftlichkeit stark davon ab, ob sich stabile und ausreichend hohe Marktpreise durchsetzen lassen. Antimon macht zwar nur rund 10–20% des Projektwerts aus, hat aber einen überproportionalen Einfluss auf die Profitabilität. Die Erlöse wirken wie ein Kostenpuffer für die Goldproduktion und senken die effektiven Förderkosten deutlich.
Ein politisch gestützter Referenzpreis würde höhere und vor allem stabilere Erlöse gewährleisten. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit langfristiger Lieferverträge, da sich Industrie und Produzenten dem Preis orientieren können.
Der politisch neu aufgekommene Plusfaktor einer ohnehin schon attraktiven Investitionsstory ging aufgrund des Goldpreiseinbruchs komplett unter. Sobald der Iran-Krieg abebbt und sich der Goldpreis erholt, könnte die neu hinzugewonnene Chance jedoch eingepreist werden. Dann sind sogar neue Allzeithochs bei der Aktie denkbar. In jüngsten Analysen werden Kursziele von 40 Dollar genannt – 60% über dem aktuellen Kursniveau.
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