Rocket Lab USA-Aktie: Geht der Rakete der Saft aus?

Die Rocket Lab USA-Aktie büßte in den letzten fünf Handelstagen 20% ihres Wertes ein. Was steckt hinter dem massiven Downturn des Raumfahrtunternehmens?

Auf einen Blick:
  • Mögliche Entwicklungsverzögerungen bei Neutron-Rakete
  • Analysten warnen vor extrem hoher Bewertung
  • Insider verkaufen Aktien im Millionenwert

Erst Ende Mai kletterte die Rocket Lab USA-Aktie auf ein neues Allzeithoch. Doch in den letzten fünf Handelstagen büßte das US-Raumfahrtunternehmen 20 Prozent seines Wertes ein. Was steckt hinter dem massiven Downturn?

Eine zu fantasievolle Bewertung?

An der Geschäftsentwicklung von Rocket Lab USA kann der jüngste Kursrückgang kaum liegen. Die Geschäfte des Raumfahrtunternehmens laufen blendend. Erst Ende Mai bestand das Unternehmen erfolgreich die technische Überprüfung für das wichtige 816-Millionen-Dollar-Satellitenprogramm der US-Militärbehörde SDA.

Gleichzeitig blickt die Börse mit Spannung auf die Entwicklung der großen, wiederverwendbaren Neutron-Rakete, deren Erstflug für Ende 2026 geplant ist. In der Branche gab es zuletzt kleinere technische Verzögerungen (wie ein ungeplantes Reißen eines Tanks bei einem Bodentest). Da die Erwartungen an die Neutron gigantisch sind, reagieren Anleger extrem sensibel auf jedes noch so kleine technische Risiko im Entwicklungsprozess.

Aber aufgrund der unglaublich großen Fantasie, die die Rocket Lab USA-Aktie mitbringt, ist auch ihre Bewertung zuletzt extrem fantasievoll geworden. Zum Allzeithoch war sie mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 130 bewertet. Viele Analysten warnten in den letzten Tagen vermehrt davor, dass die Aktie im Vergleich zu ihrem fairen Wert fundamental massiv überbewertet ist.

Und auch noch Insider-Verkäufe

Zusätzlicher psychologischer Druck kam durch offizielle Meldungen der US-Börsenaufsicht SEC. Gleich mehrere Top-Manager haben Aktien im großen Stil verkauft. COO Frank Klein veräußerte Anteile im Wert von 5,4 Millionen Dollar und General Counsel Arjun Kampani verkaufte Aktien für 3,5 Millionen US$.

Obwohl diese Verkäufe völlig legal und automatisch über vorab festgelegte Handelspläne abgewickelt wurden, sorgt es bei Kleinanlegern oft für Verunsicherung, wenn das Management nahe dem Allzeithoch Kasse macht.

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