Rocket Lab sammelt Großaufträge beim US-Militär, aber an der Börse dominiert die Skepsis. Am Freitag stürzte die Aktie um fast neun Prozent ab. Damit beschleunigt sich eine mehrwöchige Talfahrt, die den Marktwert zuletzt deutlich schrumpfen ließ.
Milliarden-Deal sorgt für Unruhe
Das Unternehmen meldete zuvor einen Erfolg im Pentagon. Ein neuer Vertrag mit der US-Luftwaffe und der Space Force bringt 266 Millionen US-Dollar ein. Zwölf Starts mit den Raketen Electron und HASTE sind fest vereinbart. Bis 2028 kann das Volumen durch zusätzliche Optionen noch steigen.
Parallel dazu verunsichert die geplante Übernahme von Iridium Communications den Markt. Der Zukauf kostet acht Milliarden US-Dollar. Die Maßnahme soll Rocket Lab zum integrierten Raumfahrt-Konzern mit eigenen Satellitendiensten machen. Analysten wie Piper Sandler bleiben vorsichtig und vergeben ein „Neutral“-Rating mit einem Kursziel von 83 US-Dollar.
Chartbild unter Druck
Der Kurs sendet derzeit Warnsignale. Mit dem Schlussstand von 63,91 US-Dollar rutschte das Papier deutlich unter den 200-Tage-Durchschnitt von 78,24 US-Dollar. Ein Lichtblick für Statistiker: Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 30,4. Dieser Wert deutet technisch oft auf eine überverkaufte Lage hin.
Die langfristige Hoffnung ruht auf der Neutron-Rakete. Das Modell soll im vierten Quartal 2026 erstmals abheben. Damit will das Management dem Marktführer SpaceX Marktanteile abjagen. Bisher bremsten jedoch Entwicklungsverzögerungen den ehrgeizigen Zeitplan aus.
Im August veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Investoren blicken dann vor allem auf die Cash-Reserven für den Iridium-Deal und den Fortschritt beim Bau der Neutron-Träger.
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