Rocket Lab startet heute seine 92. Mission — und das nur 48 Stunden nach einer Ankündigung, die das Unternehmen grundlegend verändern dürfte. Der Kauf von Iridium Communications für rund 8 Milliarden US-Dollar ist kein gewöhnlicher Zukauf. Er ist eine Wette auf ein völlig neues Geschäftsmodell.
Mission 13 des Jahres hebt ab
Der Electron-Träger bringt heute vom Launch Complex 1 in Neuseeland den Satelliten QPS-SAR-13 ins All. Der Satellit des japanischen Erdbeobachtungsunternehmens iQPS trägt den Beinamen „Mikura-I“ und soll in eine Kreisbahn rund 575 Kilometer über der Erde eingeschwenkt werden. An Bord: ein hochauflösendes Radar, das Wolkendecken durchdringt und rund um die Uhr Daten liefert.
Es ist die achte von 15 geplanten Missionen für den Aufbau der iQPS-Konstellation.
8 Milliarden Dollar und ein neues Selbstverständnis
Am 29. Juni hat Rocket Lab eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Iridium Communications unterzeichnet. Der Preis: 54 US-Dollar je Aktie, gezahlt in bar und Aktien. Beide Aufsichtsräte haben einstimmig zugestimmt. Der Abschluss ist für Mitte 2027 geplant.
Zur Finanzierung hat Rocket Lab ein Brückenkredit-Paket über 3,6 Milliarden Dollar gesichert — geführt von Deutsche Bank und Wells Fargo. Ein Teil davon soll rund 2,1 Milliarden Dollar bestehende Iridium-Schulden ablösen.
CEO Peter Beck nennt den Deal offen einen „Shortcut“ in den Markt für Weltraumanwendungen. Das Ziel: Startkapazitäten und Satellitenproduktion mit Iridiums globalem L-Band-Spektrum und 2,5 Millionen Nutzern zu verbinden. Ein direkter Konkurrent zu SpaceX soll entstehen.
Die Analysten von Clear Street sehen das positiv. Sie bestätigen ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 129 Dollar und verweisen auf ein potenzielles jährliches EBITDA von fast 500 Millionen Dollar nach dem Zusammenschluss.
Kurs mit Schwung, aber unter dem Hoch
Die Aktie schloss gestern bei 102,61 Dollar — ein Plus von über 20 Prozent in sieben Tagen. Seit Jahresbeginn beträgt das Kursplus rund 35 Prozent. Vom Allzeithoch bei 151 Dollar, das im Mai 2026 markiert wurde, ist der Kurs allerdings noch gut 32 Prozent entfernt.
Parallel läuft die Entwicklung der Neutron-Rakete. Beck hat zuletzt bestätigt, dass das mittelgroße, wiederverwendbare Trägersystem noch in diesem Jahr erstmals starten soll. Ein erfolgreicher Neutron-Erstflug würde Rocket Lab den Zugang zu deutlich größeren Satellitenkunden öffnen — und den Umbau zum vollintegrierten Raumfahrtkonzern weiter beschleunigen.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 01. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
