Rocket Lab trotzt der aktuellen Flaute im Weltraumsektor. Während spezialisierte Branchen-ETFs auf Tiefststände fallen, greifen institutionelle Investoren bei dem US-Unternehmen massiv zu. Der Aufbau einer voll integrierten Weltraumplattform steht dabei im Zentrum der Strategie.
Die Aktie notierte zuletzt bei rund 81 Dollar und stand unter leichtem Druck. Dennoch baute Tema ETFs die Beteiligung im zweiten Quartal 2026 deutlich auf. Der Fonds kaufte etwa 1,6 Millionen zusätzliche Papiere des Aerospace-Spezialisten.
Parallel dazu treibt Rocket Lab die acht Milliarden Dollar schwere Übernahme von Iridium Communications voran. Morgan Stanley bewertet diesen Schritt als transformativ für das Geschäftsmodell. Für die Iridium-Anteile zahlt das Unternehmen 54 Dollar je Aktie.
Umsatzwachstum und volle Auftragsbücher
Das operative Geschäft liefert die nötige Dynamik für die Expansion. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um über 63 Prozent. Der Auftragsbestand ist mittlerweile auf ein Volumen von 2,2 Milliarden Dollar angewachsen.
Zuletzt demonstrierte das Unternehmen seine technologische Reife bei der „VICTUS HAZE“-Mission. Zwischen dem offiziellen Startbefehl und dem Erreichen des Orbits vergingen weniger als 17 Stunden. Solche schnellen Reaktionszeiten gelten als Alleinstellungsmerkmal im kommerziellen Markt.
Die nächste Bewährungsprobe folgt bereits Ende Juli 2026 mit der geplanten „LOXSAT“-Mission. Später im Jahr folgt zudem der Erstflug der neuen Neutron-Rakete. Dieses Projekt entscheidet darüber, ob Rocket Lab dauerhaft in den Markt für schwere Nutzlasten vorstoßen kann.
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