Am heutigen Dienstag hat der Raumfahrtspezialist Rocket Lab USA eine Reihe bedeutender Verträge mit staatlichen und kommerziellen Partnern bekannt gegeben.
Das Unternehmen wurde unter anderem in das NITE-STAR-Programm der US Space Force aufgenommen, das einen finanziellen Rahmen von insgesamt 981 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Weltraum-Test- und Trainingsinfrastruktur vorsieht. Innerhalb dieses Programms kann sich der Konzern künftig um spezifische Einzelaufträge bewerben.
Milliarden-Rahmenvertrag und neue Satellitenprojekte
Zusätzlich zur Aufnahme in das NITE-STAR-Programm meldete Rocket Lab einen weiteren Erfolg im Bereich der Satellitentechnik. Das Kommunikationsunternehmen Viasat wählte den Konzern für den Bau eines Satellitenbusses im Rahmen des PTS-G-Programms der US Space Force aus.
Hierbei kommt die sogenannte Lightning-GEO-Plattform zum Einsatz, die für kleine, wendige Satelliten im geostationären Orbit konzipiert ist. Der Auftrag umfasst nicht nur die Fertigung und Integration des Satelliten, sondern auch dessen Start sowie den Betrieb im All über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Parallel dazu partizipiert das Unternehmen an einem 615 Millionen US-Dollar schweren Programm zur weltraumgestützten Überwachung und Verfolgung von Luftzielen. Für diese Mission entwickelt Rocket Lab spezielle „Flatellites“ für großflächige Konstellationen.
Ein weiterer Vertrag über 266 Millionen US-Dollar sichert dem Unternehmen zudem 18 Starts der HASTE-Rakete vom Weltraumbahnhof in Alaska zu, um Hyperschallflüge für Testzwecke zu simulieren. Bereits am Samstag starteten zudem acht Satellitenplattformen für MDA Space erfolgreich ins All.
Umsatzwachstum und prall gefüllte Orderbücher
Die operative Entwicklung spiegelt sich in den jüngsten Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 wider. Rocket Lab steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 62 Prozent auf 234,07 Millionen US-Dollar.
Der gesamte Auftragsbestand wuchs auf ein Volumen von 2,36 Milliarden US-Dollar an. Dennoch verzeichnete das Unternehmen beim Ergebnis je Aktie ein Minus von 0,08 US-Dollar, womit es leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb, die ein Defizit von 0,06 US-Dollar prognostiziert hatten.
Die Aktie von Rocket Lab notiert heute bei 79,84 US-Dollar, was einem Tagesrückgang von 2,7 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Schwankung weist das Papier auf Jahressicht eine starke Dynamik auf: Über die letzten 12 Monate konnte der Kurs um 78 Prozent zulegen. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Zuwachs von 14 Prozent.
Analysten sehen trotz Kursrückgang deutliches Potenzial
In der Finanzwelt stoßen die jüngsten Auftragsgewinne auf ein überwiegend positives Echo. Analyst Erik Rasmussen vom Bankhaus Stifel bestätigte seine Kaufempfehlung für die Aktie und bezifferte das Kursziel auf 132 US-Dollar.
Auch Andres Sheppard von Cantor zeigt sich optimistisch und hob sein Kursziel deutlich von 96 auf 122 US-Dollar an. Der Marktkonsens spiegelt diese Einschätzung wider: Von insgesamt 32 Expertenbewertungen lauten 26 auf „Kaufen“ und 6 auf „Halten“.
Trotz der positiven Auftragslage bleiben Risikofaktoren bestehen. Dazu zählen mögliche Verzögerungen beim Erststart der neuen Neutron-Rakete, der sich bis in das Jahr 2027 verschieben könnte. Zudem wird die geplante Übernahme von Iridium für rund 8 Milliarden US-Dollar kritisch beobachtet, da sie mit finanziellen Risiken und einer möglichen Verwässerung der Anteile verbunden sein könnte.
Einzelne Insiderverkäufe, darunter eine Transaktion von CEO Peter Beck am 8. Juli, wurden am Markt ebenfalls registriert. Während die Mehrheit der Analysten jedoch Potenzial sieht, stufte Wall Street Zen den Titel heute abweichend vom Konsens auf „Verkaufen“ herab.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 18. August liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
