Rocket Lab wächst rasant. Das Raumfahrtunternehmen steigert seine Umsätze massiv. Parallel dazu verbrennt der Konzern weiterhin viel Geld. Der jüngste Auftritt auf der Wells Fargo Industriekonferenz liefert Investoren nun einen wichtigen Realitätsabgleich. Es geht weniger um neue Produkte. Vielmehr steht die operative Umsetzung im Fokus.
Q2-Ziele als Gradmesser
Das Management hat die Messlatte für das zweite Quartal bereits gelegt. Rocket Lab peilt einen Umsatz zwischen 225 und 240 Millionen US-Dollar an. Die Bruttomarge soll bei maximal 35 Prozent liegen.
Das bedeutet einen leichten Rückgang. Im ersten Quartal erreichte das Unternehmen noch 38,2 Prozent. Damals sprang der Umsatz um 63,5 Prozent auf 200,3 Millionen US-Dollar.
Trotzdem blieb unter dem Strich ein Nettoverlust von 45 Millionen US-Dollar. Das Wachstum kostet den Konzern also weiterhin viel Kapital.
Volle Auftragsbücher, hoher Kapitalbedarf
Die Bilanz bietet ein gemischtes Bild. Rocket Lab verfügt über liquide Mittel von 1,2 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere für 177,9 Millionen US-Dollar. Ein notwendiger Puffer.
Im operativen Geschäft flossen zuletzt 50,3 Millionen US-Dollar ab. Frisches Kapital kam vor allem durch Aktienplatzierungen über 463,3 Millionen US-Dollar herein.
Operativ läuft die Maschine auf Hochtouren. Im ersten Quartal unterschrieb Rocket Lab 31 neue Verträge. Die gesamte Startliste umfasst mittlerweile mehr als 70 gebuchte Missionen. Die nächste Electron-Rakete soll frühestens im Juni 2026 abheben.
Der Markt bewertet Rocket Lab aktuell mit 63,6 Milliarden US-Dollar. Diese Bewertung verlangt nach fehlerfreier Ausführung. Der nächste harte Test folgt mit den Zahlen zum zweiten Quartal. Dann muss das Unternehmen beweisen, dass der Umsatz die anvisierte Spanne von 225 bis 240 Millionen US-Dollar trifft.
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