Rocket Lab-Aktie: Historische Kriegskasse!

Rocket Lab sichert sich bis zu 1,1 Milliarden Dollar und bereitet die Akquisition von Mynaric vor. Das Raumfahrtunternehmen treibt zudem die Entwicklung der Neutron-Rakete voran.

Auf einen Blick:
  • Bis zu 1,1 Milliarden Dollar frisches Kapital gesammelt
  • Übernahme des deutschen Spezialisten Mynaric steht bevor
  • Neutron-Rakete in der finalen Montagephase
  • Auftragsbestand beläuft sich auf 1,85 Milliarden Dollar

Rocket Lab hat eine der größten Kapitalrunden seiner Geschichte abgeschlossen — und das Geld soll sofort arbeiten. Mit fast 1,1 Milliarden Dollar frischem Kapital im Rücken stehen gleich mehrere strategische Weichenstellungen unmittelbar bevor.

Wohin das Kapital fließt

Das sogenannte „At-the-Market“-Programm endete am 8. April 2026. Rocket Lab verkaufte rund 6,7 Millionen Aktien für etwa 474 Millionen Dollar und sicherte sich über sogenannte Collared-Forward-Transaktionen weitere Erlöse von mindestens 474 Millionen bis maximal 642 Millionen Dollar — mit Fälligkeit im April 2028. Zusammen ergibt das ein Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Dollar.

Ein Großteil des Kapitals ist bereits für eine konkrete Transaktion vorgesehen: die Übernahme des deutschen Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric. Die Genehmigung des Bundesministeriums für Wirtschaft liegt vor, der Abschluss wird noch im April 2026 erwartet. Mynaric bleibt in München ansässig — Rocket Labs erster Standort in Europa.

Der strategische Wert der Übernahme geht über die Geographie hinaus. Mynaric liefert optische Kommunikationsterminals, die Rocket Lab für einen 1,3-Milliarden-Dollar-Primärvertrag mit der U.S. Space Development Agency benötigt, bei dem 36 Satelliten gebaut werden sollen.

Starkes Auftragspolster, Neutron als nächster Treiber

Das operative Fundament untermauert die Wachstumsstory. Der Jahresumsatz 2025 lag bei 602 Millionen Dollar, für 2026 werden knapp 880 Millionen Dollar erwartet. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 1,85 Milliarden Dollar — gespeist unter anderem durch einen 816-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Space Development Agency sowie einen 190-Millionen-Dollar-Auftrag für Hyperschalltests. Allein im ersten Quartal 2026 verkaufte Rocket Lab 28 Starts — fast so viele wie im gesamten Jahr 2025.

Mittelfristig richtet sich der Blick auf Neutron, die neue Mittelklasse-Rakete des Unternehmens. Das 43 Meter lange, teilweise wiederverwendbare Fahrzeug befindet sich in der Endmontage-Phase; Schlüsselkomponenten wie die „Hungry Hippo“-Nutzlastverkleidung sind fertiggestellt. Der Erststart ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Clear-Street-Analyst Gregory Pendy sieht in Neutron einen deutlich größeren Adressierungsmarkt als bei der bestehenden Electron-Rakete und damit einen zentralen Umsatztreiber.

Rocket Lab Corporation Aktie Chart

Analysten bleiben optimistisch

Die Kapitalerhöhung hat die Stimmung unter Analysten nicht getrübt. Roth-MKM-Analyst Sujeeva De Silva bestätigte sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 90 Dollar. Auf Basis von zehn Kaufempfehlungen und fünf Halteempfehlungen der vergangenen drei Monate ergibt sich laut TipRanks ein durchschnittliches Kursziel, das rund 25 Prozent über dem aktuellen Kurs liegt. Der Konsensschätzung für den Gewinn je Aktie 2026 zufolge ist in den vergangenen 60 Tagen ein Anstieg von 44 Prozent eingepreist worden.

Ein Risikofaktor bleibt: Ein erheblicher Teil des Auftragsbestands hängt an US-Regierungsprogrammen, deren Finanzierungszyklen und Beschaffungsentscheidungen den Umsatzfluss verzögern können. Mit der nun vollständig finanzierten Bilanz, dem bevorstehenden Mynaric-Abschluss und Neutron auf der Startrampe tritt Rocket Lab das zweite Quartal 2026 mit mehr strategischem Spielraum an als je zuvor in seiner Geschichte.

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