Rocket Lab steckt zwischen zwei gegensätzlichen Signalen: Während Bank of America ihr Kursziel senkt, greift Cathie Woods ARK Investment Management kräftig zu. Beide Ereignisse fielen in dieselbe Handelswoche und zeichnen ein widersprüchliches Stimmungsbild für die Anleger des Raumfahrtunternehmens.
Bank of America kappte am Dienstag ihr Kursziel für Rocket Lab von 115 auf 110 US-Dollar, beließ die Einstufung jedoch bei Kaufen. Die Aktie gab am selben Tag nach der Meldung nach. Trotz der Reduzierung bleibt die Analystenhaus-Einschätzung damit grundsätzlich positiv – die Anpassung wirkt eher wie eine moderate Korrektur als ein Vertrauensverlust.
ARK greift in fallende Kurse
Parallel dazu kaufte ARK Investment Management laut Medienberichten am 31. August und 1. September insgesamt 705.102 Rocket-Lab-Aktien, was einem Volumen von rund 44,5 Millionen US-Dollar entsprochen haben soll.
Die Käufe kamen just in der Phase, in der der Kurs unter Druck stand – ein klassisches antizyklisches Signal aus dem Lager der wachstumsorientierten Fondsgesellschaft. Für Anleger ist das Timing bemerkenswert: ARK stockte auf, während andere Marktteilnehmer offenbar Gewinne mitnahmen oder auf schlechte Nachrichten reagierten.
Diese schlechten Nachrichten kamen unter anderem von der NASA. Die US-Weltraumbehörde vergab einen Mars-Kommunikationsauftrag mit einem maximalen Volumen von rund 700 Millionen US-Dollar an Blue Origin – Rocket Lab hatte sich ebenfalls beworben und verlor die Ausschreibung. Das Ereignis wurde als negativer Katalysator für die Aktie gewertet.
Operatives Geschäft läuft weiter
Trotz der gemischten Nachrichtenlage lief das Kerngeschäft unbeeindruckt weiter. Am Mittwoch schloss Rocket Lab die Mission „Owl Around The World“ ab und brachte damit für den japanischen Kunden Synspective einen Erdbeobachtungssatelliten vom Typ StriX ins All – die 94. Electron-Mission des Unternehmens und zugleich die 15. Electron-Mission des laufenden Jahres.
Der Start war zuvor wegen starker Winde am Startkomplex 1 in Neuseeland verschoben worden, zunächst auf den 1. September, dann auf den 2. September. Rocket Lab bestätigte eine planmäßige Orbit-Einschussphase sowie die erfolgreiche Nutzlastabtrennung.
Synspective hat nach eigenen Angaben bereits 16 weitere Electron-Starts bis 2030 gebucht – ein Auftragspolster, das die operative Auslastung der Rakete auf Jahre absichert.
Im Hintergrund bleibt zudem die geplante Übernahme von Iridium Communications im Volumen von etwa 8 Milliarden US-Dollar ein Thema. SpaceX reichte bei der US-Regulierungsbehörde FCC Stellungnahmen ein, die eine genauere Prüfung des Verhaltens von Iridium im Zuge der Lizenzübertragung fordern. Die Iridium-Aktionäre sollen am 24. September über die Transaktion abstimmen.
Der Kurs notiert aktuell bei 56,20 Euro und legte am heutigen Freitag um 2,4 Prozent zu. Vom 50-Tage-Durchschnitt von 65,48 Euro bleibt die Aktie damit weiterhin spürbar entfernt, was die anhaltende Unsicherheit rund um verlorene Aufträge und regulatorische Fragen widerspiegelt. Für Anleger bleibt die Gemengelage aus operativer Stärke, verlorenen Großaufträgen und institutionellem Zukauf entscheidend für die weitere Kursrichtung.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 04. September liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
