90 Millionen Dollar vom US Space Force. Rocket Lab hat sich damit einen Vertrag gesichert, der das Unternehmen in eine neue Dimension katapultiert, und zwar buchstäblich. Denn bislang war Rocket Lab vor allem für seine Electron-Rakete bekannt, die kleinere Nutzlasten in erdnahe Umlaufbahnen bringt. Jetzt geht es in die geostationäre Umlaufbahn, gut 36.000 Kilometer über der Erde.
Was steckt hinter dem Heimdall-Programm?
Der Auftrag von Space Systems Command umfasst Design, Bau, Integration und Betrieb von zwei Satelliten, die den sogenannten Heimdall-Payload tragen. Heimdall ist ein elektro-optischer Sensor, der im GEO-Gürtel Objekte beobachten und verfolgen soll, also Space Domain Awareness, die Fähigkeit des US-Militärs, den Weltraum zu überwachen. Rocket Lab baut dabei auf GEOST auf, ein Unternehmen, das es 2025 übernommen und als Rocket Lab Optical Systems integriert hat. Die Payload kommt also aus dem eigenen Haus.
Rocket Lab ist Generalunternehmer, verantwortlich für alles: Raumfahrzeug-Design, Fertigung, Payload-Integration, Launch-Koordination mit einem staatlich bereitgestellten Träger und den anschließenden Betrieb für bis zu fünf Jahre. Das ist kein Zuliefervertrag, das ist das volle Programm.
Lightning-Bus als Fundament
Gebaut werden die Satelliten auf dem sogenannten Lightning-Bus, Rocket Labs Plattform, die bereits in mehreren nationalen Sicherheitsprogrammen im Einsatz ist, darunter die SDA-Tranche-2- und Tranche-3-Programme. Die GEO-Variante ist demnach eine Weiterentwicklung einer bereits laufenden Produktion, kein Neustart auf der grünen Wiese. Das ist ein wichtiger Punkt: Rocket Lab muss nicht von vorn anfangen, sondern skaliert eine bestehende Infrastruktur.
Rocket Lab Corporation Aktie Chart
Die Aktie und die große Frage
Die Aktie reagierte vorbörslich mit Gewinnen auf die Meldung, was angesichts des Vertrags wenig überrascht. Wer allerdings auf den Chart der vergangenen 30 Tage schaut, sieht bereits ein Plus von gut 48 Prozent. Und heute, am Tag der Meldung, notiert die Aktie rund 6,6 Prozent im Minus. Der Markt nimmt also mit einer Hand, was er mit der anderen gibt.
Ob 90 Millionen Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 72,6 Milliarden Dollar die Nadel wirklich bewegen, ist eine berechtigte Frage. Was den Vertrag interessant macht, ist nicht die Summe, sondern das Signal: Rocket Lab baut jetzt Satelliten für geostationäre Umlaufbahnen, für das US-Militär, als Generalunternehmer. Das ist eine andere Liga als Electron-Launches.
Nächste Earnings: 20. August. Bis dahin wird man sehen, wie viel von diesem Auftrag sich in konkreten Zahlen niederschlägt.
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