Rocket Lab kauft Iridium Communications. Der acht Milliarden Dollar schwere Deal verändert das Raumfahrtunternehmen grundlegend. Anleger reagieren euphorisch auf den Einstieg in den Satellitenmarkt.
Die Aktie schoss heute um 12,38 Prozent auf 81,70 Euro nach oben. Dieser Kurssprung beendet eine schwierige Phase. Zuvor war der Kurs deutlich unter die 50-Tage-Linie gerutscht.
Vom Raketenbauer zum Netzbetreiber
Rocket Lab zahlt 54 Dollar je Iridium-Aktie, teils in bar und teils in eigenen Anteilen. Damit sichert sich der Konzern ein globales Netzwerk mit über 2,5 Millionen Abonnenten. Das Ziel: Rocket Lab will die gesamte Wertschöpfungskette kontrollieren. Vom Bau der Rakete bis zum Betrieb margenstarker Satellitendienste.
Bisher kämpfte die Branche mit hohen Kosten und schwankenden Aufträgen. Das Iridium-Geschäft liefert nun verlässliche, wiederkehrende Einnahmen. Analysten werten den Kauf als klaren Weg zu stabilen Gewinnen. Rocket Lab positioniert sich damit stark bei maritimer Vernetzung und Navigation.
Erfolgreiche Mission als Rückenwind
Parallel dazu feiert das Unternehmen operative Erfolge. Am Wochenende startete eine Electron-Rakete erfolgreich von Neuseeland ins All. Es war die zehnte Mission für den Kunden Synspective in Folge. Dabei brachte Rocket Lab einen speziellen Radarsatelliten sicher in die Umlaufbahn.
Der Auftragsbestand wächst weiter. Synspective hat zahlreiche weitere Starts gebucht. Indes stehen neue NASA-Missionen für 2027 im Kalender. Der nächste große Meilenstein folgt Ende 2026. Dann soll die größere Neutron-Rakete ihren Erstflug absolvieren.
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