Die Schweizer können aufatmen. Roche hat mit der FENhance-1-Studie die dritte und letzte Phase-III-Studie zu Fenebrutinib erfolgreich abgeschlossen. Der Wirkstoff reduzierte die jährliche Schubrate bei schubförmiger Multipler Sklerose um 51 Prozent im Vergleich zu Teriflunomid über mindestens 96 Wochen Behandlung. Das entspricht etwa einem Schub alle 17 Jahre.
Besonders bemerkenswert ist die Konsistenz der Ergebnisse. Die frühere FENhance-2-Studie hatte bereits eine Reduktion um 59 Prozent gezeigt. Auch bei den sekundären Endpunkten überzeugte Fenebrutinib mit statistisch signifikanten Verbesserungen bei Hirnläsionen. Roche hat damit alle drei pivotalen Studien positiv abgeschlossen, inklusive der FENtrepid-Studie zur primär progredienten MS.
Durchbruch bei oraler MS-Therapie
Fenebrutinib könnte das erste hocheffektive orale Medikament werden, das sowohl bei schubförmiger als auch bei primär progredienter MS wirkt. Der BTK-Inhibitor durchdringt die Blut-Hirn-Schranke und bekämpft chronische Entzündungen direkt im zentralen Nervensystem. Das unterscheidet ihn von bisherigen Therapien grundlegend.
Levi Garraway, medizinischer Vorstand bei Roche, spricht von überzeugenden Beweisen für eine neue Ära der MS-Behandlung. Die Daten aller drei Studien werden nun bei den Zulassungsbehörden eingereicht. Mehr als 2.700 Patienten wurden bereits in den klinischen Programmen mit Fenebrutinib behandelt.
Roche setzt damit seine Erfolgsgeschichte in der Neurologie fort. Nach OCREVUS, dem einzigen zugelassenen Medikament für primär progrediente MS, könnte Fenebrutinib der nächste Blockbuster werden. Die vollständigen Studiendaten werden beim AAN-Kongress 2026 präsentiert. Für Anleger dürfte das ein wichtiger Termin werden.
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