Roche trotzt der Aufwertung des Schweizer Frankens. Der Konzernumsatz sank zwar nominal um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden CHF. Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Erlöse jedoch um sechs Prozent.
Der starke Franken belastet die Bilanz der Basler erheblich. Operativ zeigt das Unternehmen allerdings eine deutlich höhere Dynamik als in der Berichtswährung. Die verbesserte Effizienz im Konzern gleicht die Währungseffekte fast vollständig aus.
Pharma-Sparte überzeugt operativ
Besonders beim Gewinn überzeugt Roche. Der Kernbetriebsgewinn kletterte währungsbereinigt um zehn Prozent auf 11,9 Milliarden CHF. Auch der Kerngewinn je Aktie legte um neun Prozent zu.
Die Division Pharma stützt das Ergebnis. Die Verkäufe kletterten hier währungsbereinigt um acht Prozent. Vor allem neuere Medikamente treiben die Nachfrage an. Drei Präparate schlugen die Erwartungen der Analysten im zweiten Quartal deutlich.
Hemlibra übertraf die Schätzungen um vier Prozent. Perjeta lieferte ein Plus von elf Prozent. Auch Tecentriq lag mit drei Prozent über den Prognosen.
Das Augenmittel Vabysmo enttäuschte hingegen im US-Markt. Die Verkäufe verfehlten die Schätzungen um acht Prozent. Das Basisgeschäft in der Immun- und Molekulardiagnostik wuchs parallel dazu um vier Prozent.
Management bestätigt Jahresziele
Der Vorstand hält an der Prognose für das laufende Jahr fest. Roche peilt weiterhin ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Der Gewinn soll in einem ähnlichen Maße wachsen.
Die Gruppe plant eine höhere Dividende. Die UBS rät weiter zum Kauf mit einem Kursziel von 376 CHF. Anleger reagierten positiv und ließen den Genussschein um 1,7 Prozent auf 343,60 CHF steigen.
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