Rivian hat im dritten Quartal mehr Fahrzeuge ausgeliefert als je zuvor. Der günstigere R2 trägt erstmals spürbar zum Volumen bei und liefert damit Argumente für die Wachstumsstory, während die Branche mit dem Ende der US-Steuergutschriften für Elektroautos kämpft.
Lieferungen schlagen die Erwartungen
Der Elektroautobauer lieferte 19.248 Fahrzeuge aus. Analysten hatten im Schnitt mit rund 18.000 Einheiten gerechnet. Produziert wurden 19.751 Fahrzeuge im Werk im US-Bundesstaat Illinois, die Fertigung lag damit leicht über den Auslieferungen.
Die Zahlen decken sich laut Unternehmen mit den eigenen Erwartungen. Entsprechend bestätigte Rivian die Jahresprognose: 65.000 bis 70.000 Auslieferungen im Gesamtjahr 2026. Das Analystenlager rechnet im Schnitt mit etwa 66.700 Fahrzeugen, liegt also im unteren bis mittleren Bereich der Spanne. Im Juli hatte Rivian die Prognose bereits angehoben und dies mit stärkerer Nachfrage begründet.
Im vorbörslichen Handel legte die Aktie um rund 1,4 bis 2 Prozent zu und notierte bei etwa 15 Dollar.
Warum der R2 so wichtig ist
Seit Juni rollt der R2 an die Kunden. Das SUV zielt auf einen breiteren Massenmarkt als die Premiummodelle R1S und R1T. Marktbeobachter sehen das Modell als entscheidend für Rivians Wachstum.
Das Umfeld bleibt anspruchsvoll. Neben dem Wegfall der Steuergutschriften belasten Zölle und eine insgesamt schwächere Nachfrage die Branche. Dass Rivian in diesem Klima ein Rekordquartal liefert, wiegt entsprechend schwerer.
Strategisch ist zudem die Partnerschaft mit Uber relevant, die im März vereinbart wurde. Der Fahrdienstvermittler will bis zu 1,25 Milliarden Dollar in Rivian investieren und ab 2028 vollautonome R2-SUVs als Robotaxis einsetzen.
Termin Ende Oktober
Die Details zu Umsatz, Verlust und Margen liefert Rivian am 29. Oktober nach US-Börsenschluss. Ab 17:00 Uhr Ostküstenzeit stellt das Management die Quartalszahlen in einem Webcast vor. Dann zeigt sich, wie sich das Rekordvolumen auf die Profitabilität auswirkt.
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