Schwaches Schlussquartal drückt auf die Jahresbilanz
Rivian Automotive hat zum Jahresende 2025 spürbar an Tempo verloren. Im vierten Quartal verließen in Normal (Illinois) lediglich 10.974 Fahrzeuge die Produktion, ausgeliefert wurden sogar nur 9.745 Einheiten. Auf Jahressicht kommt der Elektroautobauer damit auf 42.284 produzierte und 42.247 ausgelieferte Fahrzeuge.
Die Daten deuten darauf hin, dass Rivian im Schlussquartal unter Druck stand. Legt man die Jahresproduktion zugrunde, entfallen auf die ersten drei Quartale im Schnitt rund 10.437 Fahrzeuge je Quartal. Das vierte Quartal liegt damit nur knapp darüber – ein Hinweis auf stagnierende, möglicherweise sogar nachlassende Dynamik.
Auslieferungen liegen unter Produktion
Auffällig ist im vierten Quartal der Abstand zwischen Produktion und Auslieferungen. Mit mehr als 1.200 Fahrzeugen Differenz könnte sich ein Lageraufbau abzeichnen. Im Gesamtjahr dagegen hielt Rivian die Balance nahezu: Produktion und Auslieferungen trennten am Ende nur 37 Fahrzeuge.
Damit rückt die Nachfrageseite stärker in den Blick. Während Rivian über das Jahr hinweg die Stückzahlen weitgehend sauber in den Markt brachte, wirkt das schwache Schlussquartal wie ein Warnsignal für mögliche Absatzprobleme. Für einen jungen Hersteller, der noch nicht profitabel arbeitet, ist das ein zusätzlicher Belastungsfaktor.
Anleger werden deshalb besonders auf das erste Quartal 2026 schauen. Entscheidend ist, ob Rivian die Produktion wieder hochfahren kann – oder ob die Fertigung weiter durch Engpässe und eine schwächere Marktdynamik gebremst wird.
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