Nach fast sechs Jahren an der Spitze der Finanzabteilung verlässt Claire McDonough den Elektroautobauer Rivian. Ihr letzter Arbeitstag ist der 30. Oktober. Als Grund nannte sie eine neue berufliche Herausforderung und den Wunsch, näher an ihrer Familie an der Ostküste zu leben.
McDonough war seit Januar 2021 an Bord und hatte maßgeblichen Anteil am Börsengang von Rivian im November desselben Jahres – mit einem Volumen von 13,7 Milliarden Dollar einer der größten IPOs der US-Geschichte. Sie baute die Kapitalmanagement-Strukturen des Unternehmens auf und trieb Kostensenkungsprogramme voran, die auf langfristige Bruttomargenziele einzahlen sollten.
Interimslösung aus den eigenen Reihen
Als Nachfolger ist Derek Mulvey vorgesehen, aktuell Vice President of Finance bei Rivian. Er soll die Rolle des Interims-CFO übernehmen, sobald McDonough das Unternehmen verlässt. Mulvey kam 2021 zu Rivian und arbeitete seither eng mit CEO RJ Scaringe und McDonough an Finanzplanung, strategischen Partnerschaften, Kapitalallokation und Investor Relations. Zuvor war er Vice President bei J.P. Morgan.
Scaringe würdigte McDonoughs Beitrag als prägend für eine Phase des transformativen Wachstums – von der Begleitung des Börsengangs bis zum Aufbau zentraler Finanzrahmenwerke.
Rivian hat nach eigenen Angaben bereits eine umfassende Suche nach einer dauerhaften Nachfolge gestartet, bei der sowohl interne als auch externe Kandidaten geprüft werden. McDonough bleibt die kommenden zwei Monate im Amt, um eine geordnete Übergabe strategischer Initiativen sicherzustellen.
Der Markt reagierte zunächst verhalten: Die Aktie gab nachbörslich leicht nach, bevor sie am Donnerstag im regulären Handel bei 16,80 Dollar rund drei Prozent zulegte. Ein klarer Auslöser für diese Gegenbewegung ist nicht erkennbar.
Für Rivian fällt der Wechsel in eine Phase, in der das Unternehmen den Hochlauf des Modells R2 vorbereitet. Wie schnell die Suche nach einer dauerhaften CFO-Besetzung abgeschlossen wird, ließ das Unternehmen offen.
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