Rivian Aktie: 7-Prozent-Sprung auf 14,50 Euro

Rivian kündigt Stellenstreichungen an, um schneller profitabel zu werden. Der Aktienkurs reagiert positiv auf die Sparankündigungen.

Auf einen Blick:
  • Stellenabbau in Service und Vertrieb
  • Fokus auf R2-Produktion und Autonomie
  • Milliardenverluste belasten das Unternehmen
  • Aktie steigt nach Sparankündigung

Rivian setzt den Rotstift an. Nur eine Woche nach dem Start der R2-Auslieferungen streicht der US-Elektroautobauer hunderte Stellen. Das Ziel: Profitabilität. Der Weg in die Gewinnzone muss deutlich schneller gehen als bisher geplant.

Sparmaßnahmen im Service

Betroffen sind weniger als zwei Prozent der gesamten Belegschaft. Der Schwerpunkt der Entlassungen liegt in den Bereichen Service, Marketing und Vertrieb. Ein Unternehmenssprecher begründete den Schritt mit der notwendigen Skalierung des Geschäftsmodells.

Parallel dazu wächst das Team in der Produktion weiter. In den ersten fünf Monaten des Jahres stellte Rivian rund 1.800 neue Mitarbeiter ein. Diese sollen vor allem den Hochlauf der neuen R2-Serie und die Entwicklung autonomer Fahrprogramme unterstützen.

Milliardenschwere Verluste

Der finanzielle Druck auf den Tesla-Herausforderer ist massiv. Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 3,63 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2026 verlor Rivian rechnerisch etwa 6.000 Dollar pro verkauftem Fahrzeug.

Der neue R2-SUV gilt als der entscheidende Hoffnungsträger für die Wende. Mit einem niedrigeren Einstiegspreis soll er Rivian von der Luxusnische in den Massenmarkt führen. Die ersten Fahrzeuge wurden bereits am 9. Juni an Kunden übergeben.

Kursreaktion und Ausblick

Die Börse reagiert positiv auf die Sparpläne. Die Aktie kletterte um gut sieben Prozent auf 14,50 Euro. Damit setzt das Papier seinen Erholungstrend der vergangenen Wochen fort.

Der Kurs liegt aktuell rund 45 Prozent über dem Vorjahrestief von 9,99 Euro. Bis zum Rekordhoch aus dem Dezember fehlt jedoch noch ein deutliches Stück.

Das Management peilt den ersten Jahresgewinn nun für 2027 an. Der Erfolg der R2-Serie entscheidet über die finanzielle Stabilität des Konzerns.

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