Riot Platforms-Aktie: Starboard drückt aufs Gas!

Der aktivistische Investor Starboard Value fordert Riot Platforms auf, die Transformation vom Bitcoin-Miner zum Rechenzentrumsbetreiber zu beschleunigen

Auf einen Blick:
  • Starboard Value erhöht Druck auf Riot Platforms für beschleunigte Transformation
  • Riot verfügt über 1,7 Gigawatt Leistung an zwei Texas-Standorten
  • Potenzial für über 1,6 Milliarden Dollar jährliches EBITDA bei erfolgreicher Umstellung
  • Starboard stockte Position im vierten Quartal auf 12,74 Millionen Aktien auf

Der aktivistische Investor macht jetzt richtig Tempo. Starboard Value fordert Riot Platforms in einem Schreiben auf, die Umwandlung vom Bitcoin-Schürfer zum Rechenzentrumsbetreiber deutlich zu beschleunigen. Die Aktie legte im vergangenen Jahr bereits um 19 Prozent zu und bringt das Unternehmen auf einen Marktwert von rund 6 Milliarden Dollar.

Starboard sieht in den beiden Hauptstandorten von Riot in Corsicana bei Dallas und Rockdale nahe Austin zwei der attraktivsten US-Locations für Hochleistungsrechner und KI-Datenzentren. Zusammen verfügen die Standorte über 1,7 Gigawatt vollständig verfügbare Leistung. Das ist in Zeiten des KI-Booms pures Gold wert.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Wenn Riot seine Stromkapazitäten im Einklang mit jüngsten Transaktionen in der Branche monetarisieren kann, winken mehr als 1,6 Milliarden Dollar jährliches EBITDA. Starboard-Manager Peter Feld wird unmissverständlich: „In einem derart dynamischen und sich rasant entwickelnden KI-Umfeld muss Riot diese außergewöhnliche Chance dringend ergreifen.“

Starboard erhöht den Einsatz kräftig

Der Aktivist untermauert seine Forderungen mit Taten. Im vierten Quartal stockte Starboard seine Position von 8,19 Millionen auf 12,74 Millionen Aktien auf. Damit ist man mittlerweile der viertgrößte Anteilseigner von Riot. Die Konkurrenz macht es vor: Wettbewerber wie Cipher und Terawulf haben mit KI-Projekten bereits Schwergewichte wie SoftBank und Google als Partner gewonnen.

CEO Jason Les hatte im Sommer nach den Zahlen zum zweiten Quartal bereits angekündigt, einen Großteil des Stromportfolios in Rechenzentren umzuwandeln. Doch Starboard reicht das Tempo offenbar nicht. Die Bitcoin-Mining-Einnahmen sind nach dem Krypto-Crash seit Oktober eingebrochen, gleichzeitig ziehen die Energiepreise an.

Starboard lässt durchblicken, dass Riot auch ein spannender Übernahmekandidat sein könnte. Die erstklassigen Stromkapazitäten dürften auf erhebliches Interesse stoßen. Anleger sollten die Entwicklung genau verfolgen, denn hier bewegt sich gerade einiges.

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