Riot Platforms löst sich von der engen Korrelation zum Bitcoin. Mit einem Kurssprung von über 20 Prozent honoriert der Markt die Transformation zum Infrastruktur-Anbieter für künstliche Intelligenz. Das texanische Unternehmen positioniert sich zunehmend als Vermieter für rechenintensive Anwendungen.
Großkunde AMD bezieht Kapazitäten
Zentraler Baustein dieser Strategie ist die Partnerschaft mit dem Halbleiter-Riesen AMD. Der Konzern hat sich rund 50 Megawatt an Rechenleistung am Standort Rockdale gesichert. Riot stellt hierfür die gesicherte Stromzufuhr und die bauliche Hülle bereit. Damit diversifiziert das Unternehmen seine Einnahmen über das volatile Krypto-Mining hinaus.
Parallel dazu fließt massives Kapital in den Ausbau der Anlage in Corsicana. Das „Project Ditto“ umfasst ein Investitionsvolumen von 400 Millionen Dollar für ein neues, zweistöckiges Rechenzentrum. Nach Abschluss der Erweiterung soll der Standort eine Gesamtleistung von einem Gigawatt erreichen.
Effizienz beim Schürfen im Blick
Im Kerngeschäft Mining bleibt die Hashrate die entscheidende Messgröße. Riot meldete zuletzt eine installierte Leistung von 42,5 EH/s. Bis zum Jahresende strebt das Unternehmen ein Ziel von 36 EH/s für das Eigen-Mining an, während die Integration neuer Hardware und die Optimierung der Betriebskosten weiterlaufen.
Morgan Stanley stuft die Aktie als Übergewichten ein. Die Analysten setzen ein Kursziel von 36 Dollar fest. Sie begründen dies mit dem wertvollen Portfolio an Standorten, die sofortigen Zugang zum Stromnetz bieten – ein knappes Gut im aktuellen Wettlauf um Rechenzentren.
Technisch hellt sich das Bild nach dem Anstieg auf 19,17 Euro deutlich auf. Der Kurs liegt damit wieder über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 15,98 Euro. Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 werden im August veröffentlicht.
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