Riot Platforms steht unter massivem Verkaufsdruck. Die Aktie stürzt ab und durchbricht dabei wichtige charttechnische Marken. Das weckt Zweifel, ob die kostspielige Neuausrichtung des Konzerns schnell genug Früchte trägt.
Technischer Dammbruch unter die 100-Tage-Linie
Der Kurs sackte am Donnerstag um 7,09 Prozent auf 16,17 Euro ab. Mit diesem Rutsch fiel das Papier unter den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 100 Tage bei 17,76 Euro. Dieser Bruch verschärfte die negative Stimmung sichtlich.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist mittlerweile auf einen Wert von 26,9 gefallen. Damit gilt der Titel technisch als überverkauft. Innerhalb einer Woche summiert sich das Minus bereits auf rund 14 Prozent.
Bernstein analysiert die KI-Wette
Parallel dazu bewerteten Analysten der Investmentbank Bernstein die Strategie des Unternehmens. Riot baut bestehende Bitcoin-Mining-Anlagen für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen um. Dieser Umbau kostet laut Bernstein etwa 3,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt.
Die Experten rechnen durch diesen Schritt mit einer durchschnittlichen Kapitalrendite von 23 Prozent über fünf Jahre. Damit würde Riot eine ähnliche Profitabilität erreichen wie spezialisierte Rechenzentrums-Anbieter. Bernstein sieht das Unternehmen damit besser positioniert als viele Konkurrenten.
Diskrepanz zwischen Aktie und Krypto-Werten
Ein Bericht von Bitwise verdeutlichte zeitgleich eine ungewöhnliche Entwicklung im Sektor. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen börsennotierte Krypto-Aktien um 23 Prozent, während die zugrunde liegenden Token um 36 Prozent fielen. Diese enorme Schere schließt sich nun offenbar durch fallende Aktienkurse.
Die Riot-Aktie notiert aktuell rund 39 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Ende Juni. Sollte der Verkaufsdruck anhalten, bietet der 200-Tage-Durchschnitt bei 15,96 Euro die nächste charttechnische Auffanglinie.
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