Ein tödlicher Arbeitsunfall am wichtigen Simandou-Projekt in Guinea zwingt Rio Tinto zum Stillstand. Während die Untersuchungen laufen, bereitet sich der Konzern auf die Veröffentlichung seiner Jahreszahlen vor. In einem Umfeld sinkender Eisenerzpreise wächst der Druck auf das Management, operative Stabilität und Fortschritte bei der Diversifikation zu beweisen.
Unterbrechung am Schlüsselprojekt
Der Vorfall im SimFer-Joint-Venture am vergangenen Samstag hat direkte Auswirkungen auf die kurzfristige operative Planung. Simandou gilt als zentraler Pfeiler der künftigen Lieferstrategie und soll langfristig ein Volumen von 120 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr erreichen. Die Nachricht belastete den Kurs bereits zu Wochenbeginn; an der Börse in Sydney verloren die Titel am Montag rund 4,1 Prozent. Anleger beobachten nun kritisch, wie lange die behördlichen Ermittlungen den Zeitplan des Milliardenprojekts verzögern werden.
Branchendynamik im Wandel
Zusätzlich zum operativen Rückschlag geraten die Preise für Stahlrohstoffe unter Druck. Eisenerz-Futures in Singapur fielen zuletzt auf 98,35 USD je Tonne, was die gedämpfte globale Nachfrage widerspiegelt. Dass die Branche vor einem strukturellen Umbruch steht, unterstrichen diese Woche die Zahlen des Konkurrenten BHP: Dort steuerte Kupfer erstmals 51 Prozent zum operativen Ergebnis bei und überholte damit das Eisenerzgeschäft. Kann Rio Tinto mit seinen Kupfer-Investitionen in der Mongolei und der Integration von Arcadium Lithium eine ähnliche Dynamik entwickeln?
Ausblick auf die Jahreszahlen
Am Mittwoch präsentiert Rio Tinto die vorläufigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr. Analysten werden dabei besonders auf die finanziellen Folgen der volatilen Rohstoffpreise und ein Update zur Wiederaufnahme der Arbeiten in Guinea achten. Aktuell notieren die ADR-Papiere an der NYSE in einer Spanne um 98 USD, wobei der Analystenkonsens trotz der jüngsten Hürden mehrheitlich bei einer Kaufempfehlung verbleibt.
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