Rio Tinto-Aktie: Aus und vorbei!

Die Fusion der Bergbaugiganten Rio Tinto und Glencore ist an unüberbrückbaren Differenzen bei Bewertung und Führung gescheitert.

Auf einen Blick:
  • Rio Tinto beendet Fusionsgespräche mit Glencore nach wochenlangen Verhandlungen
  • Streitpunkt war die Bewertung und die Frage nach Führungspositionen im fusionierten Konzern
  • Glencore-Aktie verliert über 8 Prozent, Rio Tinto gibt rund 3 Prozent nach
  • Eine mögliche Mega-Fusion im Wert von über 200 Milliarden Dollar ist damit vom Tisch

Das war es dann wohl. Rio Tinto hat heute die Fusionsgespräche mit Glencore offiziell für beendet erklärt. Die Verhandlungen über eine mögliche Zusammenführung der beiden Bergbaugiganten sind gescheitert. Damit platzt ein Deal, der einen Konzern mit einem Marktwert von über 200 Milliarden Dollar geschaffen hätte.

Der Grund für das Scheitern liegt auf der Hand. Man konnte sich nicht auf die Bewertung einigen. Rio Tinto wollte sowohl den Vorsitz als auch die CEO-Position behalten und bestand auf einer bestimmten Eigentumsstruktur im fusionierten Unternehmen. Glencore sah darin eine deutliche Unterbewertung des eigenen Kupfergeschäfts und der eigenen Beiträge zum kombinierten Konzern.

Die Glencore-Aktie stürzte daraufhin um mehr als 8 Prozent ab. Die Rio Tinto-Aktie gab in London rund 3 Prozent nach. Der Markt hatte offensichtlich auf eine Einigung gehofft.

Kupfer-Boom ohne Mega-Deal

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund stark steigender Kupferpreise statt. Der Preis kletterte zuletzt auf über 14.500 Dollar pro Tonne in London. Die Käufer sorgen sich um die Verfügbarkeit des Angebots. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Rechenzentren.

Glencore betonte nach dem Scheitern, dass man als eigenständiges Unternehmen stark aufgestellt sei. Man verfüge über ein gut diversifiziertes Geschäft über verschiedene Rohstoffe hinweg. Rio Tinto erklärte, man habe die Chance geprüft, aber keine Einigung erzielen können, die langfristigen Wert für die eigenen Aktionäre geschaffen hätte.

Für beide Unternehmen geht es jetzt wieder zurück auf Los. Rio Tinto darf Glencore nach britischen Regeln mindestens sechs Monate lang nicht erneut ein Angebot unterbreiten. Die Kupfer-Konsolidierung in der Bergbauindustrie muss ohne diesen Mega-Deal auskommen.

Rio Tinto-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rio Tinto-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Rio Tinto-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rio Tinto-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rio Tinto: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)