Das war es dann wohl. Rio Tinto hat heute die Fusionsgespräche mit Glencore offiziell für beendet erklärt. Die Verhandlungen über eine mögliche Zusammenführung der beiden Bergbaugiganten sind gescheitert. Damit platzt ein Deal, der einen Konzern mit einem Marktwert von über 200 Milliarden Dollar geschaffen hätte.
Der Grund für das Scheitern liegt auf der Hand. Man konnte sich nicht auf die Bewertung einigen. Rio Tinto wollte sowohl den Vorsitz als auch die CEO-Position behalten und bestand auf einer bestimmten Eigentumsstruktur im fusionierten Unternehmen. Glencore sah darin eine deutliche Unterbewertung des eigenen Kupfergeschäfts und der eigenen Beiträge zum kombinierten Konzern.
Die Glencore-Aktie stürzte daraufhin um mehr als 8 Prozent ab. Die Rio Tinto-Aktie gab in London rund 3 Prozent nach. Der Markt hatte offensichtlich auf eine Einigung gehofft.
Kupfer-Boom ohne Mega-Deal
Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund stark steigender Kupferpreise statt. Der Preis kletterte zuletzt auf über 14.500 Dollar pro Tonne in London. Die Käufer sorgen sich um die Verfügbarkeit des Angebots. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Rechenzentren.
Glencore betonte nach dem Scheitern, dass man als eigenständiges Unternehmen stark aufgestellt sei. Man verfüge über ein gut diversifiziertes Geschäft über verschiedene Rohstoffe hinweg. Rio Tinto erklärte, man habe die Chance geprüft, aber keine Einigung erzielen können, die langfristigen Wert für die eigenen Aktionäre geschaffen hätte.
Für beide Unternehmen geht es jetzt wieder zurück auf Los. Rio Tinto darf Glencore nach britischen Regeln mindestens sechs Monate lang nicht erneut ein Angebot unterbreiten. Die Kupfer-Konsolidierung in der Bergbauindustrie muss ohne diesen Mega-Deal auskommen.
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