Rio Tinto Aktie: 1,9 Milliarden für Bauxit

Symbolbild, KI-generiert

Kangwinan soll die jährliche Bauxitkapazität der Weipa Operations um 20 Millionen Tonnen erweitern und ältere Minen ersetzen.

Auf einen Blick:
  • 20 Millionen Tonnen zusätzliche Jahreskapazität
  • Produktionsstart für 2029 vorgesehen
  • Bauarbeiten beginnen voraussichtlich 2027
  • Aurukun-Kauf benötigt noch behördliche Genehmigungen

Rio Tinto setzt auf Aluminium und legt nach: Der Bergbaukonzern investiert 1,9 Milliarden Dollar in das Kangwinan-Projekt auf der Kap-York-Halbinsel in Queensland. Es soll das Herzstück der künftigen Bauxitversorgung des Konzerns werden. An der Börse in Sydney gab die Aktie am Freitag trotzdem um 2,68 Prozent auf 146,27 australische Dollar nach.

Mehr Kapazität, Ersatz für alte Minen

Das Vorhaben erweitert die Weipa Operations um 20 Millionen Tonnen jährliche Bauxitkapazität. Die gesamte Jahreskapazität steigt damit auf rund 44 Millionen Tonnen, aktuell sind es etwa 38 Millionen. Die ersten Mengen sind für 2029 vorgesehen, die volle Produktion soll 2032 erreicht sein.

Kangwinan ersetzt zudem die Andoom-Mine, die noch in diesem Jahrzehnt erschöpft sein dürfte. Ferner gleicht das Projekt die für 2029 geplante Schließung der Gove-Mine im Northern Territory aus.

Als Brownfield-Projekt nutzt es teilweise bestehende Infrastruktur. Eine 15 Kilometer lange Förderbandstrecke bringt das Erz zum bestehenden Amrun-Hafen, der für größere Capesize-Schiffe ausgebaut wird. Das soll Lieferketten effizienter machen und Frachtkosten senken.

Rendite und Finanzierung

Rio Tinto rechnet mit einer internen Verzinsung von etwa 22 Prozent. Grundlage sind Marktprognosen Dritter vom vierten Quartal 2026. In der Summe stecken 150 Millionen Dollar für Vorarbeiten, die bereits 2025 genehmigt wurden. Die Investition fällt unter die mittelfristige Kapitalplanung des Konzerns, zusätzliche Belastungen sind daher nicht angekündigt.

Die Bauarbeiten laufen 2027 an und sollen mehr als 1.300 Arbeitsplätze schaffen. Langfristig sichert das Projekt die rund 1.500 fest vor Ort lebenden Beschäftigten in der Region. Die Umweltgenehmigungen liegen laut Unternehmen bereits vor.

Aurukun als nächster Baustein

Erst im vergangenen Monat hatte sich Rio Tinto auf den Kauf des benachbarten Aurukun-Bauxitprojekts verständigt. Verkäufer sind Glencore mit 70 Prozent und Mitsubishi mit 30 Prozent. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

Zusammen sollen Amrun, Kangwinan und Aurukun die Weipa Operations weit über die Mitte des Jahrhunderts tragen. Aluminium-Chef Jérôme Pécresse sprach von der bedeutendsten neuen Bergbauinvestition in Queensland seit Jahren. Der Konzern verweist zudem auf jüngste Vereinbarungen zur Zukunft der Aluminiumhütten Bell Bay, Tomago und Boyne. Rio Tinto baut damit seine Aluminiumkette von der Mine bis zum Metall gezielt aus.

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