Der Markt hat eine eigene Logik, und die ist manchmal schlicht ungerecht. Rigetti Computing legte Quartalszahlen vor, die nach Einschätzung von Needham-Analyst N. Quinn Bolton die Erwartungen erfüllten, die Kundennachfrage wächst, die Auftragslage entwickelt sich, und trotzdem rauschte die Rigetti-Aktie am Dienstag zwischenzeitlich um 8,5 Prozent nach unten. Am Ende des Handelstages stand ein Minus von 7,02% auf dem Kurszettel.
Was Bolton wirklich schrieb
Bolton ist kein Pessimist. In seiner Notiz an Kunden hielt er fest, dass Rigetti aus dem rund 5,7 Millionen Dollar schweren Auftragsblock für zwei 9-Qubit-Novera-QPU-Systeme etwas weniger als die Hälfte im ersten Quartal verbucht hat, der Rest soll im zweiten Quartal folgen. Dazu kam der abgeschlossene Verkauf und Versand eines weiteren Novera-Systems an die University of Saskatchewan. Für Q2 erwartet das Unternehmen Umsatzerlöse aus einem Novera-Verkauf an eine japanische Organisation.
Bolton wies allerdings darauf hin, dass die Novera-Systeme und der C-DAC-Auftrag Dilutionskühler enthalten, was die Bruttomarge im Vergleich zu einem reinen QPU-Verkauf belastet. Sein Buy-Rating und das Kursziel von 31 Dollar ließ er dennoch unverändert stehen.
Rigetti Computing Aktie Chart
Wedbush sieht den großen Schritt
Wedbush Securities hatte sich schon kurz zuvor zum Cepheus-108Q geäußert. Der Launch des Systems auf großen Cloud-Plattformen im vergangenen Monat sei ein wichtiger Produkt- und Kommerzialisierungsmeilenstein für Rigetti, so die Einschätzung der Analysten. Klingt nach Rückenwind. Hat nicht so recht gezündet.
Indien wartet, Japan zahlt bald
Rigetti bleibt nach eigenen Angaben im Plan, den Cepheus-1-108Q bis zum vierten Quartal 2026 an das C-DAC in Indien zu liefern. Das Centre for Development of Advanced Computing ist eine indische Regierungsbehörde, und ein solcher Auftrag hat symbolischen Wert weit über den reinen Umsatz hinaus. Doch bis dahin ist noch ein gutes Stück Weg.
Zwei Analysten, die beide optimistisch bleiben. Ein Kurs, der trotzdem fällt. Manchmal ist der Markt eben einfach nicht in der Stimmung zuzuhören.
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