Kauflaune und Skepsis liegen bei Rigetti Computing nah beieinander. Während einige Großinvestoren massiv aussteigen, bauen andere ihre Positionen deutlich aus. Der Quantencomputing-Pionier zeigt ein gespaltenes Bild.
Ein besonders drastisches Beispiel: Caitong International Asset Management hat sein Engagement im vierten Quartal um fast 97 Prozent reduziert – auf gerade noch knapp 3.800 Aktien im Wert von rund 84.000 Dollar. Kein Wunder: Wer so kräftig verkauft, signalisiert wenig Vertrauen in die kurzfristige Entwicklung.
Klare Gegenbewegung
Parallel dazu fahren andere Instis schweres Gerät auf. Clear Street Group stockte um satte 71,1 Prozent auf, kaufte über 1,14 Millionen Aktien dazu. Der Bestand liegt jetzt bei 2,74 Millionen Papieren – bewertet mit rund 60,8 Millionen Dollar. Auch Intech Investment Management legte im vierten Quartal um 66,3 Prozent zu. Insgesamt halten institutionelle Anleger und Hedgefonds 35,38 Prozent der Anteile.
Bei allen Kursschwankungen bleibt das Interesse der Profis also hoch. Welche Strategie langfristig aufgeht, ist offen.
Hauptversammlung bestätigt Kandidaten
Am 9. Juni 2026 tagte die Jahreshauptversammlung. Die Aktionäre bestätigten Subodh Kulkarni als Class-I-Direktor – sein Mandat läuft bis 2029. Zudem stimmten sie der Wahl von BDO USA als Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2026 zu.
Kurs stabilisiert sich
Der Aktienkurs zeigte zuletzt Erholungstendenzen. Nach einem schwachen Jahresstart (minus 9,63 Prozent seit Januar) legte Rigetti am Freitag um 2,47 Prozent auf 18,25 Euro zu. Über 30 Tage gerechnet beträgt das Plus 16,08 Prozent – der 52-Wochen-Höchststand von 48,36 Euro vom Oktober 2025 bleibt damit aber noch weit entfernt.
Die Analysten sehen den Wert im Schnitt mit einem Kursziel von 29,18 Dollar. Die Spanne reicht von 20 bis 40 Dollar. Das Konsensrating lautet „Moderate Buy“. Gleichzeitig sorgten jüngste Insiderverkäufe für Stirnrunzeln – der CTO und ein Direktor trennten sich von Anteilen.
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