Rigetti Computing erlebt einen herben Rücksetzer. Nach einer starken Rallye am Wochenanfang flüchteten Investoren am Dienstag aus der Aktie. Der gesamte Quanten-Sektor geriet unter Druck.
Am 16. Juni 2026 rutschte das Papier um rund 9,1 Prozent ab. Das Tagestief markierte die Aktie bei 20,42 US-Dollar. Auch Konkurrenten wie IonQ oder D-Wave verbuchten Verluste zwischen fünf und sieben Prozent.
Marktbeobachter sehen darin eine klassische Phase der Gewinnmitnahmen. Die Branche blickt derweil gespannt auf den geplanten Börsengang von Quantinuum. Dieser IPO könnte neue Bewertungsmaßstäbe für den gesamten Sektor setzen.
Insider-Verkäufe belasten die Stimmung
Zusätzliche Unruhe brachten Meldungen über Transaktionen aus der Chefetage. Direktor Michael S. Clifton verkaufte Mitte Juni über 99.000 Optionsscheine am freien Markt. Die Papiere wechselten zu Preisen zwischen 10,91 und 12,00 US-Dollar den Besitzer.
Operativ zeigt die Kurve hingegen steil nach oben. Der Umsatz verdreifachte sich im Jahresvergleich fast auf 4,4 Millionen US-Dollar. Mit einem Nettoverlust von 0,04 US-Dollar je Aktie schlug Rigetti die Erwartungen knapp.
Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Die Cash-Reserven belaufen sich auf rund 569 Millionen US-Dollar. Parallel dazu ist Rigetti weiterhin schuldenfrei.
Technologischer Fortschritt im Fokus
Technisch treibt Rigetti die Skalierung seiner Hardware voran. Das Unternehmen hat kürzlich seinen 108-Qubit-Prozessor Cepheus-1 auf Cloud-Plattformen bereitgestellt. In Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise entstehen hybride Quanten-Plattformen.
Analysten bleiben trotz der aktuellen Volatilität optimistisch. Das Konsens-Rating lautet „Moderate Buy“. Die Kursziele liegen aktuell in einer Spanne von 29 bis 30 US-Dollar.
Rigetti muss nun beweisen, dass die Hardware-Skalierung hält. Die kommenden Wochen stehen im Zeichen des Quantinuum-Börsengangs. Dessen Bewertung wird zeigen, ob das Kursziel von 30 US-Dollar für Rigetti realistisch bleibt.
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