Rigetti Computing sichert sich staatliche Rückendeckung für den globalen Quanten-Wettlauf. Das US-Handelsministerium hat das Unternehmen für eine Förderung von bis zu 100 Millionen Dollar ausgewählt. Das Kapital stammt aus dem milliardenschweren CHIPS Act.
Die Mittel sollen über drei Jahre fließen und den Aufbau der heimischen Quanten-Infrastruktur beschleunigen. Der Clou für Aktionäre: Die Förderung gilt als nicht verwässernd. Die Auswahl erfolgte unmittelbar nach einem Gipfeltreffen im Weißen Haus zur nationalen Sicherheit.
Technischer Durchbruch bei 99,9 Prozent
Parallel dazu meldet Rigetti operative Fortschritte. Das neue 108-Qubit-System erreicht eine Treffsicherheit von 99,9 Prozent bei den Rechenoperationen. In der Fachwelt gilt dieser Schwellenwert als entscheidende Hürde für die aktuelle Generation von Quantencomputern.
Das System trägt den Namen Cepheus-1-108Q. Es ist bereits in die Cloud-Plattformen von Amazon und Microsoft integriert. Damit öffnet Rigetti seine Hardware für Forscher und Unternehmen weltweit.
Hoher Cash-Burn trotz Umsatzsprung
Die Finanzen bleiben indes die größte Baustelle. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz zwar kräftig auf 4,4 Millionen Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei rund 1,5 Millionen Dollar.
Allerdings verschlingt die Forschung weiterhin enorme Summen. Der Nettoverlust beläuft sich aktuell auf rund 226 Millionen Dollar pro Jahr. Mit Barreserven von 443,5 Millionen Dollar ist der Betrieb für etwa drei Jahre gesichert.
An der Börse reagierte der Kurs zuletzt schwach. Die Aktie schloss am Freitag bei 14,44 Euro — ein Tagesminus von 2,77 Prozent. Mit einer annualisierten Volatilität von knapp 86 Prozent bleibt das Papier ein hochriskantes Investment.
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