Nur ganz langsam verbessern sich die Aktien der Rüstungsunternehmen. Für Rheinmetall steht aktuell ein Wochenplus von gut sechs Prozent auf 982 Euro zu Buche, der kleinere Wettbewerber notiert am Mittwochmittag bei einem Kurs von 34,68 Euro, kaum mehr als drei Prozent über dem Wert von vor einer Woche. Das verwundert: Denn für beide Titel hatten Analysten zuletzt Kaufempfehlungen ausgesprochen, die weit über die derzeitigen Kursstände hinausgehen.
Rheinmetall-Kursziel von 1600 Euro bestätigt
So hatte etwa die kanadische RBC die Einstufung für Rheinmetall vor Quartalszahlen am Freitag auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 1600 Euro belassen – und sieht somit knapp 65 Prozent Aufwärtspotenzial. Die Umsatzdynamik im Industriegütersektor verbessere sich trotz konjunktureller Risiken, schrieb Mark Fielding in seiner Sektorstudie. Das sollte sich im dritten Quartal fortgesetzt haben. Bei Rheinmetall dürfte das Quartal von einem starken Auftragseingang geprägt gewesen sein.
Bernstein Research gab am selben Tag ebenfalls eine Kaufempfehlung ab mit einem Kursziel von immerhin 1200 Euro. Die Berenberg-Bank hingegen, auch das ist Teil der Wahrheit, sieht bei einer Prognose von 1020 Euro nur noch wenig Luft nach oben für Rheinmetall.
Beim Getriebehersteller Renk hingegen sind sich die Analysten weitgehend einig. Dies zeigen die laut finanzen.net zuletzt aufgerufenen Kursziele für die Aktie:
- JP Morgan: 62,00 EUR , +80,81%
- Berenberg Bank, 72,00 EUR, +109,97%
- Goldman Sachs: 65,00 EUR, +89,56%
Besonders hevor tat sich Ende September die Privatbank Berenberg, die bei Renk mittelfristig von mehr als einer Kursverdopplung ausgeht.
Renk ist für Bergenberg ein „Top Pick“
Die Erholung der deutschen Wirtschaft überlagere derzeit das politische Grundrauschen in Deutschland, schrieb Berenberg-Analyst Chris Armstrong in seiner Strategiestudie. Konjunkturell gebe es positive Anzeichen dank fiskalpolitischer Impulse und steigender Exporte. Eine optimistischere Einschätzung deutscher Aktien sei daher gerechtfertigt. Als Profiteure der staatlichen Ausgabenpolitik seien Rheinmetall, Renk und OHB seine „Top Picks“ im Luftfahrt-, Raumfahrt- und Rüstungssegment.
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