Die Rheinmetall-Aktie befindet sich aktuell in einer Range und notiert an der 100-Tage-Linie. Sollte es der Aktie nicht gelingen, diese Range in absehbarer Zeit zu verlassen, könnten die anstehenden Zahlen den Impuls für die nächste größere Bewegung liefern.
Weitere Aufträge bestätigen die Aussichten
Auf der Handelsblatt-Tagung am 22. Januar sorgte CEO Armin Papperger für Aufmerksamkeit, als er den möglichen Auftragseingang für 2026 auf rund 80 Milliarden Euro bezifferte. Diese Zahl speist sich aus einer Reihe laufender und erwarteter Programme, neue Ausschreibungen für den Boxer-Schützenpanzer, zusätzliche Bestellungen für den Puma-IFV sowie große Marineprojekte wie die F126- und F127-Fregatten. Allein Deutschland plant bis 2035 Investitionen von rund 31 Milliarden Euro in seine Marine. Ähnliche Modernisierungsprogramme laufen parallel in anderen NATO-Staaten. Für Rheinmetall bedeutet das, dass der ohnehin bereits hohe Auftragsbestand perspektivisch weiter anwachsen könnte und das nicht nur im klassischen Landgeschäft, sondern zunehmend auch im Marinebereich.
Passend dazu bekräftigte Papperger, dass die im vergangenen Herbst vereinbarte Übernahme der Lürssen-Kriegsschiffssparte voll im Zeitplan liege. Die EU-kartellrechtliche Freigabe wird noch bis Ende Januar erwartet. Sollte sie erfolgen, wäre das ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem integrierten Anbieter, der Land-, Luft- und Marineplattformen aus einer Hand liefern kann.
Noch weiter reicht der Blick in den Weltraum. Am 26. Januar bestätigte OHB, dass Gespräche mit Rheinmetall über eine mögliche Zusammenarbeit bei einem neuen Satellitennetzwerk für die Bundeswehr und Europa laufen. Im Fokus stehen militärische Kommunikation sowie Aufklärungs- und ISR-Fähigkeiten. Ob daraus eine Projektkooperation, ein Joint Venture oder sogar eine strategische Beteiligung entsteht, ist derzeit offen.
Kalenderseitig wird es in den kommenden Tagen ruhiger. Größere IR-Termine stehen erst wieder mit den Q4- und Jahreszahlen für 2025 an, die voraussichtlich Mitte oder Ende Februar veröffentlicht werden. Kurzfristig richtet sich der Blick daher vor allem auf den Newsflow. Die erwartete EU-Freigabe der Lürssen-Transaktion, mögliche Konkretisierungen der Gespräche mit OHB sowie die allgemeine Debatte um europäische Verteidigungsbudgets.
Rheinmetall im Chart-Check
Die Rheinmetall-Aktie bewegt sich aktuell in einer Range zwischen rund 1.430 und 2.000 Euro. Die Widerstandszone liegt dabei im Bereich von etwa 1.925 bis 2.000 Euro. Die obere Unterstützungszone erstreckt sich von 1.430 bis 1.560 Euro. Die 100-Tage-Linie hat derzeit eine geringere Bedeutung, da sich die Aktie seitwärts bewegt. Darunter befindet sich eine weitere Unterstützungszone zwischen 1.320 und 1.350 Euro. Sollte der Kurs erneut die obere Unterstützungszone anlaufen, würde ich zunächst weiterhin von einer Range-Bewegung ausgehen. Ein Ausbruch nach oben oder unten könnte anschließend für neue Dynamik sorgen und zunächst auch recht schnell verlaufen. Ein Bruch nach oben würde das positive Chartbild und die derzeit gute Stimmung weiter bestätigen. Hier die Rheinmetall-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/qimHt1RL/
Sollte die Range halten, wovon ich aktuell ausgehe, würden sich zwei Chancen ergeben. Die erste Chance liegt auf der Oberseite. Dort könnte sich eine Short-Chance anbieten, mit einem Kursziel an der Unterstützungszone. In diesem Bereich würde sich dann wiederum eine Kaufchance im Sinne der Range ergeben, mit einem Ziel in Richtung der Hochs.
Kommt es anschließend zu einem Ausbruch, besteht so die Möglichkeit, bereits im Vorfeld positioniert zu sein. Das Handeln innerhalb der Range ist dabei eher auf den kurzfristigen Bereich ausgelegt.
Ihr Konrad
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