Die Rheinmetall-Aktie steht vor einer spannenden Woche: Wird sich die leichte Aufwärtstendenz vom Freitag, als der Rüstungstitel im Xetra-Handel um 2,21 Prozent auf 1.830 Euro zulegte, nun fortsetzen? Oder kommt es zur erneuten Korrektur? Denn vor genau einer Woche war die Rheinmetall-Aktie noch bei 1.966 Euro gehandelt worden, der Abschlag seitdem beläuft sich noch immer auf rund sieben Prozent. Eine Kaufempfehlung änderte daran nichts. Allerdings der Börsengang eines Mittbewerbers.
Barclays-Analyst hob Rheinmetall-Kursziel an
Denn inmitten ihres Abwärtstrends meldete sich in der vergangenen Woche die britische Investmentbank Barclays – und sie hat das Kursziel für die Rheinmetall-Aktie von 2060 auf 2175 Euro angehoben, die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Analyst Afonso Osorio nahm am Dienstagabend die Anlagestory der Düsseldorfer ab 2030 unter die Lupe, wie es in Medienberichten hieß. Stand jetzt sieht er bei den Papieren also knapp 20 Prozent Aufwärtspotenzial.
Ein Bewertungsaufschlag sei bei Rheinmetall aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstumspotenzials noch immer gerechtfertigt, so der Analyst. Die Margen dürften allerdings 2029/30 ihren Zenit erreichen, glaubt er. Für 2035 rechnet Osorio mit einem Umsatz von 66 Milliarden Euro bei einer Marge von 19 Prozent.
- Die Anleger allerdings reagierten nur kurz positiv auf seine Kurszielerhöhung
- Am Freitagmorgen standen zeitweilig nur noch 1.750 Euro auf dem Kurszettel
Erfolgreiches CSG-IPO beflügelte auch Rheinmetall
Dann allerdings drehte die Rheinmetall-Aktie urplötzlich ins Plus. Der Hintergrund: CSG, tschechischer Hersteller von gepanzerten Fahrzeugen und Munition, feierte in Amsterdam ein gelungenes Börsendebüt. Nachdem der Verkaufspreis im Zuge des IPO laut Der Aktionär noch bei 25 Euro gelegen hatte, sei die Aktie im Anschluss in der Spitze bis auf 33 Euro geklettert. Dies zeige, „wie groß die Nachfrage bei den Anlegern nach Rüstung weiter ist“ – und zog offensichtlich auch Rheinmetall mit nach oben.
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