Die Aktie von Rheinmetall tut sich nach wie vor schwer. Seit Tagen pendeln die Papiere des Rüstungskonzerns um die Marke von 1.500 Euro. Selbst zwei Kaufempfehlungen mit Kurszielen weit jenseits der Marke von 2.000 Euro durch die Deutsche Bank sowie die britische Barclays konnten keine Impulse setzen. Damit hat die Rheinmetall-Aktie nach ihrem Zwischenhoch Anfang Oktober bei 2.007 Euro gerade so das Niveau von vor einem Jahr verteidigt. Auch jüngste Erfolgsmeldungen änderten daran nichts. Weder ein Deal im Bereich E-Fuels mit ITM Power, noch eine weitere Kooperation.
Rheinmetall fertigt bereits letztes Flottendienmstboot
Denn laut Mitteilung ist Rheinmetall quasi der Zeit voraus: Auf der Wolgaster Peene-Werft wurde demnach am Donnerstag, gemeinsam mit Vertretern der Bundeswehr, offiziell der erste Stahl des dritten und letzten Flottendienstbootes der Klasse 424 geschnitten. „Der Brennbeginn erfolgt damit früher als geplant“, heißt es. Die Flottendienstboote werden laut Rheinmetall nach Zulauf von Deutscher Marine und dem Cyber- und Informationsraum (CIR) gleichermaßen genutzt.
Die rund 130 Meter langen Flottendienstboote der Klasse 424 werden nach Unternehmensangaben der Bundeswehr als Aufklärungsplattformen zur seegestützten Informationsgewinnung dienen und sind mit modernster Sensorik ausgerüstet.
- Die insgesamt drei neuen Schiffe werden laut Rheinmetall künftig die Einheiten der OSTE-Klasse ersetzen
- Ihre Auslegung erfülle „die neuesten militärischen Anforderungen an zukunftsfähige Marineschiffe“, heißt es
Rheinmetalls Beitrag für eine beschleunigte Aufrüstung
„Der vorgezogene Brennstart, mit dem sich nun alle Schiffe dieser Klasse im Bau befinden, ist weit mehr als ein technischer Meilenstein – er ist ein strategisches Signal“, sagte Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems, nicht ohne Stolz. In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage, die sich schneller verändere als je zuvor, leiste Rheinmetall als Industriepartner seinen Beitrag für eine beschleunigte Aufrüstung. „Geschwindigkeit ist heute ein sicherheitsrelevanter Faktor – und genau hier setzen wir an“, so Wagner.
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