Rheinmetall-Aktie: Das ist wirklich lange her!

Die Aktie von Rheinmetall reagierte nur kurz positiv auf einen gemeldeten Servicevertrag mit dem Zoll. Aktuell notieren die Papiere so tief wie seit Juli nicht mehr.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie verliert nach leichter Erholung am Freitag erneut
  • Der Rüstungskonzern hat damit den tiefsten Stand seit Juli erreicht
  • Ein gemeldeter Servicevertrag mit dem Zoll hatte nur kurz positiv gewirkt

Was passiert mit einer Aktie, wenn das dahinterstehende Unternehmen einen lukrativen Auftrag, der über Jahre verlässlich Umsatz bieten wird, meldet? Die Papiere dürften steigen, könnte man annehmen. Bei Rheinmetall hingegen war der Effekt überschaubar – und extrem kurz. Denn am Mittwoch hatte der Rüstungskonzern in der Tat einen langjährigen Kontrakt mit dem Zoll vermeldet, die Rheinmetall-Aktie verbesserte sich von zuvor 991 Euro auf bis zu 1.025 Euro. Mittlerweile aber ist sie gar auf den tiefsten Stand seit Juli zurückgefallen.

Rheinmetall meldete Vertrag mit Generalzolldirektion

Die Anleger jedenfalls scheinen wenig beeindruckt, dass die Division Naval Systems des Konzerns von der Generalzolldirektion mit Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten für vier neue LNG-Zollschiffe beauftragt worden ist. „Dazu wurde mit dem Auftraggeber ein mehrjähriger Rahmenvertrag vereinbart, der den Service für Wartungen, Instandsetzungen und für Notfälle beinhaltet“, meldete Rheinmetall.

Zum Serviceauftrag, der eine Rundumbetreuung bei technischen Problemen im Betrieb und regelmäßige Wartungen an den Liegeplätzen Lubmin, Neustadt i.H., Wilhelmshaven und Emden umfasst, gehören demnach ein 67-Meter-Zollschiff sowie drei 55 Meter lange Zollschiffe.

  • Diese drei wurden laut Rheinmetall auf der Peene-Werft gefertigt
  • und 2025 im vereinbarten Zeitrahmen an den Kunden übergeben

„Unser Anspruch ist es, unsere Kunden nicht nur während der Bauphase, sondern über den gesamten Lebenszyklus ihrer Schiffe hinweg als verlässlicher Partner zu begleiten“, sagt Tim Wagner, CEO der Division Naval Systems bei Rheinmetall. Der neue Rahmenvertrag sei dafür „ein wichtiger Beleg und zugleich eine Bestätigung unserer Strategie, Neubaukompetenz und Serviceleistungen eng miteinander zu verbinden“.

Rheinmetall-Aktie verliert weiter an Wert

An der Börse indes hat sich der Auftrag in nicht genannter Höhe bislang nicht positiv ausgewirkt. Im Gegenteil notierte die Rheinmetall-Aktie am Freitag im Vormittagshandel zwischenzeitlich bei nur noch 971 Euro. Seit dem 27. August, die Anteilscheinen notierten bei 1.185 Euro, hat Rheinmetall weiter acht Prozent an Börsenwert eingebüßt. Aller hohen Kursziele zum Trotz.  

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