Rheinmetall-Aktie: Wie nah ist der Untergang?

Rheinmetall stabilisiert sich über 1.000 Euro, während Kapazitätsausbau, Zinsen und offene Rüstungsaufträge die weitere Bewertung prägen.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt wieder über 1.000 Euro
  • Freitag brachte Kursverlust von 2,5 Prozent
  • Arminius-Aufträge bis 45 Milliarden Euro
  • Analysten sehen durchschnittlich 1.650 Euro

Die Marke von 1.000 Euro wird für Rheinmetall zum Wochenauftakt zum umkämpften Kursniveau. Nach dem deutlichen Rückgang vom Freitag gewinnt die Aktie am Montag 1,6 % und steigt auf 1.007,20 Euro. Damit kann sie die runde Schwelle zunächst zurückerobern, ein klarer Befreiungsschlag ist daraus noch nicht entstanden.

Am Freitag hatte Rheinmetall 2,5 % verloren und war bis auf 991 Euro gefallen. Die schnelle Rückkehr über 1.000 Euro ist aus charttechnischer Sicht zumindest eine Stabilisierung. Ein erneuter deutlicher Rutsch unter diese Marke könnte den bestehenden Verkaufsdruck dagegen wieder verstärken.

Rheinmetall Aktie Chart

Rheinmetall kann sich nicht beklagen

Fundamental fehlt es dem Düsseldorfer Rüstungskonzern nicht an Geschäft. Rheinmetall hat in den vergangenen Monaten immer wieder neue Aufträge gemeldet und verfügt über einen sehr hohen Auftragsbestand. Die Börse bewertet derzeit stärker, wie schnell die vorhandenen Bestellungen abgearbeitet und die dafür notwendigen Produktionskapazitäten erweitert werden können.

Ein mögliches Großprojekt könnte zusätzliches Volumen bringen. Bei dem Bundeswehr-Projekt Arminius stehen Aufträge von insgesamt bis zu 45 Milliarden Euro für ein Konsortium im Raum. Rheinmetall rechnet sich dabei gute Chancen auf eine Beteiligung aus. Eine Entscheidung wird Anfang Dezember erwartet.

Derartige Perspektiven haben die Aktie zuletzt allerdings kaum gestützt. Auch andere europäische Rüstungswerte gerieten unter Druck. Ein Grund sind die gestiegenen Zinsen und die hohen Staatsschulden. An der Börse haben damit Zweifel zugenommen, ob die angekündigten Verteidigungsausgaben in jedem Fall so schnell und in dem Umfang umgesetzt werden können, wie es die politischen Planungen vorsehen.

Für Rheinmetall kommt der Ausbau der eigenen Kapazitäten hinzu. Die zahlreichen Bestellungen müssen über zusätzliche Fertigung und höhere Stückzahlen abgearbeitet werden. Gerade nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre richtet sich der Blick deshalb zunehmend darauf, wie schnell aus den vorhandenen Aufträgen Umsatz und Ergebnis entstehen.

Von den Analysten kommen weiterhin wesentlich höhere Bewertungen. Zwar wurden einzelne Kursziele zuletzt reduziert, im Durchschnitt werden aber noch mehr als 1.650 Euro genannt. Gegenüber 1.007,20 Euro entspricht das einem rechnerischen Potenzial von knapp 64 %. Die Aktie muss zunächst zeigen, ob sie die am Montag zurückgewonnene Marke von 1.000 Euro halten kann.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 14. September liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)