Rheinmetall-Aktie. Jetzt ist der Weg frei!

Die Aktie von Rheinmetall hat den Mittwoch positiv begonnen. Bei einer Kieler Werft könnte der Rüstungskonzern nun zum Zug kommen, TKMS zog zurück.

Auf einen Blick:
  • Rheinmetall könnte die Werft German Naval Yards wohl übernehmen
  • Wettbewerber TKMS hat sein Angebot für die Kieler zurückgezogen
  • Die Rheinmetall-Aktie reagierte zunächst positiv, doch für wie lange?

Der Mittwoch begann für die Rheinmetall-Aktie durchaus positiv: Im Xetra-Handel schoben sich die Papiere des Rüstungskonzerns bis auf 1.018 Euro, ein Plus von 2,25 Prozent. Die zentrale Frage jedoch bleibt: Wird die Rheinmetall-Aktie sich dieses Mal über der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 Euro halten können? Die Chancen stehen jedenfalls besser als noch am Vortag, als sie kurzzeitig 1.015 Euro erreicht hatte, dann aber zurückfiel. Eine Nachricht könnte den Rüstungstitel Auftrieb geben – in Kiel ist der Weg frei.

TKMS zieht sein Werft-Angebot zurück

Die Rede ist von einer möglichen Übernahme dort ansässigen Werft German Naval Yards. Im Mai hatte Rheinmetall ein unverbindliches Angebot für die Kieler Werft abgegeben. Die Düsseldorfer wollen nach eigenen Angaben ihre Marine-Kapazitäten erweitern. Das Problem nur: Auch der Nachbar von German Naval Yards, TKMS, hatte zuletzt ein Angebot für die Werft vorgelegt. Doch der Wettbewerber zog nun zurück.

Die Verhandlungspartner hätten sich in Gesprächen nicht einigen können, heißt es laut NDR von TKMS. Das unverbindliche Kaufangebot sei deshalb zurückgezogen worden. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, wird TKMS-Chef Oliver Burkhard zitiert. Das Unternehmen wolle nun andere Optionen in Kiel verfolgen, um die „logistische Flexibilität“ zu steigern.

  • Die Entscheidung zum Ausstieg des bisherigen Mitbieters könnte sich nun für Rheinmetall auszahlen
  • Für die Düsseldorfer öffne sich damit „eine strategisch interessante Tür“, heißt es bei Wallstreet Online

Rheinmetall will das Mariengeschäft ausbauen

Rheinmetall wolle sein noch junges Marinegeschäft zügig ausbauen, heißt es in dem Bericht. Erst zuletzt hatte der Konzern die Marine-Sparte von Lürssen, Naval Vessels Lürssen, für einen vorläufigen Kaufpreis von rund 1,5 Milliarden Euro übernommen und damit den Einstieg in den Marineschiffbau massiv beschleunigt. Das Fregattenprogramm F126, das dort umgesetzt werden sollte, hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius im Juni allerdings überraschend gestoppt.

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