Was muss denn noch passieren, damit die Aktie von Rheinmetall wieder in die Spur kommt? Am Dienstag jedenfalls haben die Papiere des Düsseldorfer Rüstungskonzerns nur ganz kurz gezuckt, als eine millionenschwere Nachricht die Öffentlichkeit erreichte. Ausgehend von 970 Euro am Vortag, schob sich die Rheinmetall-Aktie bis auf 1.007 Euro – zum Handelsende auf Xetra aber ging es bereits wieder abwärts auf 990 Euro. Ein Aufschlag von zwei Prozent bedeutete auf Wochensicht noch immer ein Minus von gut 15 Prozent, der positiven Schlagzeile zum Trotz.
Rheinmetall mit Auftrag aus der Ukraine
Denn wie aus Düsseldorf zu vernehmen war, hat die Ukraine Rheinmetall mit der Lieferung von Artilleriemunition für große Reichweiten beauftragt. Der Auftrag umfasst der Mitteilung zufolge 155-mm-Artilleriegeschosse und Treibladungen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Der Auftragswert aber, der im zweiten Quartal 2026 verbucht werden wird, liegt demnach im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich!
- Die Produktion der Bestellung habe bereits begonnen, der Auftrag soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, heißt es
- Die Munition, die im Krieg gegen Russland eingesetzt wird, wird bei Rheinmetall Expal Munitions in Spanien hergestellt
„Die ER02A1-B/B-Geschosse und die M203-Treibladungen sind bereits in verschiedenen NATO-Ländern im Einsatz“, so Rheinmetall. Sie können den Angaben zufolge aus einer Vielzahl von 155-mm-Waffensystemen abgefeuert werden und bieten eine große Reichweite sowie hohe Wirksamkeit.
Rheinmetall baut Kapazitäten massiv aus
Es wird zweifellos nicht der letzte Auftrag für das Unternehmen bleiben. Rheinmetall investiere „weiterhin massiv in den Ausbau der Kapazitäten bestehender Anlagen und die Errichtung neuer Produktionsstandorte, um der wachsenden Nachfrage nach modernen 155-mm-Geschossen und Treibladungen gerecht zu werden“, so die Mitteilung. Der Düsseldorfer Konzern baut seine Produktionskapazitäten seit 2022 aus und strebt an, bis 2030 jährlich rund 1,5 Millionen 155-mm-Artilleriegeschosse zu produzieren. Derweil hat dieser binnen eines Jahres mehr als 50 Prozent an Börsenwert eingebüßt – ganz gleich was die Analysten sagen.
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