Rheinmetall-Aktie: Was für eine Prognose!

Die Aktie von Rheinmetall hat mit einem Abschlag auf die endgültigen Quartalszahlen reagiert. Ein Analyst bestätigte derweil sein extrem hohes Kursziel.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie rutschte nach endgültigen Zahlen erst einmal zurück
  • Dabei enthielten diese beim Rüstungskonzern keinerlei Überraschungen
  • Rekordergebnis und Stornierung eines Fregattenauftrags waren eingepreist
  • Die Analysten bestätigten ihre Prognosen, die noch Luft nach oben lassen
  • Goldman Sachs erwartet nichts weniger als eine Kursverdopplung

Rheinmetall hat am Donnerstag seine endgültigen Zahlen aus dem zweiten Quartal 2026 vorgelegt – und es gab keinerlei Überraschungen. Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr um 39 Prozent auf einen Rekordwert von 5,2 Milliarden Euro, die operative Ergebnismarge kletterte auf 17,1 Prozent – ein neuer Höchstwert. Dennoch hat die Rheinmetall-Aktie mit einem Kursknick reagiert, von zuvor 1.215 Euro ging es abwärts auf zwischenzeitlich noch 1.111 Euro, ein Minus von 8,5 Prozent, bevor sie sich wieder etwas fing. An der Stornierung des Programms für die Fregatte F126 konnte es kaum liegen, diese war lange bekannt. Und ein Analyst ließ sich daher auch nicht beirren.

Rheinmetall Aktie Chart

Rheinmetall bestätigte vorläufige Zahlen

Denn tatsächlich werde die erwartete Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2026 durch den Stopp des Fregatten-Programms durch die Bunderegierung beeinflusst, hieß es. 300 Millionen Euro weniger Umsatz erwartet Rheinmetall in der Mariensparte. Dennoch verzeichne man ein Rekordwachstum und sei „auf bestem Wege, unsere nach wie vor sehr ehrgeizigen Jahresziele zu erreichen“, wie Rheinmetall-Chef Armin Pappberger betonte.

  • Rheinmetall rechnet mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,935 Milliarden)
  • Das führe zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer Ergebnismarge von rund 19% (Geschäftsjahr 2025: 18,5%)

Rheinmetall-Kursziel von 2.300 Euro bestätigt

Und so blieb quasi alles beim Alten: Während etwa das US-Analysehaus Jefferies laut finanzen.net seine Prognose von 1.300 Euro daher bestätigte, die UBS weiterhin mittelfristig von 1.600 Euro ausgeht, beließ die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Einstufung für Rheinmetall bei einem Kursziel von 2300 Euro auf „Buy“. Es käme einer Kursverdopplung gleich. Analyst Sam Burgess attestierte den Düsseldorfern am Donnerstag „starke Quartalsergebnisse im Einklang mit den vorab veröffentlichten Eckdaten“. Folgen wollten die Märkte seinem anhaltenden Optimismus allerdings erst einmal nicht.

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