Rheinmetall-Aktie: Was für eine Prognose!

Rheinmetall gewinnt kurzfristig an Boden, bleibt jedoch deutlich unter wichtigen Durchschnittslinien. Analysten sehen rechnerisch über 60 Prozent Potenzial.

Auf einen Blick:
  • Aktie überspringt wieder 1.000 Euro
  • Seit Jahresbeginn rund 36,4 Prozent verloren
  • Analysten erwarten Ziele über 1.650 Euro
  • Staatliche Aufträge bleiben ein Unsicherheitsfaktor

Rheinmetall kämpft weiter um die Rückkehr über die Marke von 1.000 Euro. In den ersten Handelsminuten am Dienstag gewinnt die Aktie rund 2,7 % und steigt wieder über diese Schwelle. Bereits am Montag hatte das Papier mit einem Plus von etwa 0,6 % einen ersten Erholungsversuch unternommen. Am Freitag war Rheinmetall noch bis auf 991 Euro gefallen.

Trotz der jüngsten Gewinne bleibt das Kursbild schwach. Die Aktie notiert rund 13 % unter dem GD100 und etwa 28 % unter dem GD200. Auch die Entwicklung seit Jahresbeginn fällt mit einem Minus von rund 36,4 % deutlich negativ aus.

Rheinmetall Aktie Chart

Analysten sehen die Düsseldorfer sehr viel weiter vorne

Die Analysten bewerten Rheinmetall weiterhin erheblich höher. Ihre durchschnittlichen Kursziele liegen bei mehr als 1.650 Euro. Damit ergibt sich gegenüber dem derzeitigen Kursniveau ein rechnerisches Potenzial von mehr als 60 %.

Die Zurückhaltung an der Börse betrifft nicht allein Rheinmetall. Bei Rüstungswerten beschäftigen Anleger zunehmend die hohen Investitionen für den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Frage, in welchem Tempo die angekündigten staatlichen Rüstungsaufträge tatsächlich vergeben werden.

Hinzu kommt die Finanzlage der öffentlichen Haushalte. Die Staatsverschuldung steigt in Deutschland, anderen europäischen Ländern und den USA. Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung dieser Schulden und könnten den Spielraum für zusätzliche staatliche Ausgaben begrenzen. Diese Risiken werden an den Märkten inzwischen stärker berücksichtigt.

Rheinmetall muss deshalb trotz hoher Analystenziele erst einen Teil der vorherigen Kursverluste aufholen. Der Sprung über 1.000 Euro am Dienstag verbessert zunächst die kurzfristige Lage. Bis zu den durchschnittlichen Analystenzielen von mehr als 1.650 Euro bleibt der Abstand jedoch erheblich.

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