Rheinmetall-Aktie: Was erwarten sie denn?

Die Aktie von Rheinmetall notiert kurz vor den Zahlen 20 Prozent unter ihrem Rekordhoch. Dabei sind fast alle Analysten optimistisch, die Kursziele hoch.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie hat sich zuletzt trotz Kriegs im Iran nicht im Wert gesteigert
  • Vor den am Mittwoch erwarteten Zahlen sind die Analysten jedoch optimistisch
  • Von 20 Beobachtern empfehlen 16 den Kauf der Papiere, keiner würde verkaufen
  • Das mittlere Kursziel liegt bei 2127 Euro, was 30 Prozent Kurspotenzial verspricht

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Aktie von Rheinmetall befindet sich aktuell quasi im Wartestand: Am Mittwoch veröffentlicht der Rüstungskonzern die Zahlen aus dem vierten Quartal 2025 und damit auch das Jahresergebnis. Das Unternehmen hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt: Man wolle einem Medienbericht zufolge beim geplanten Aufbau eines Satellitennetzwerks für die Bundeswehr mit Airbus und OHB zusammenarbeiten. Die Rheinmetall-Aktie hat darauf aber kaum reagiert. Diese notiert mit aktuell rund 1630 Euro auf dem Niveau von vor einem Monat. Wird sich das nach dem Quartalsbericht ändern?

Fast alle würden Rheinmetall-Aktie kaufen

Es ist an der Zeit, so kurz vor dem entscheidenden Datum, darauf zu schauen, was die Analysten denn so erwarten von Rheinmetall. Nimmt man den Durchschnitt, sind diese durchaus optimistisch gestimmt. 2.127 Euro erwarten 20 bei marketscreener.com gelistete Beobachter im Mittel. Somit prognostizieren diese einen mittelfristigen Kursanstieg von gut 30 Prozent. Entsprechend auch die Empfehlungen:

  • 20 Analysten würden die Aktie im Moment kaufen
  • vier raten zum Halten der Papiere von Rheinmetall
  • kein einziger hat sie auf seinem Verkaufszettel

Kursziel: 1770 oder doch 2200 Euro?

Der größte Skeptiker ist Christian Cohrs vom Analysehaus Warburg Research: Er hatte das Kursziel für Rheinmetall vor den Zahlen bereits im Februar von 1770 auf 1700 Euro gesenkt, die Einstufung auf „Hold“ belassen. Das vierte Quartal dürfte die Erwartungen in allen Segmenten übertroffen haben, schrieb er in seinem Ausblick. Die starke Auftragsentwicklung dürfte sich fortgesetzt haben. Wieso er dennoch kaum noch Kurspotenzial bei Rheinmetall entdeckt, erläuterte er nicht.

Analyst Sven Weier von der schweizer UBS hingegen hat seinen Optimismus mit Argumenten hinterlegt. Er hatte die Rheinmetall-Aktie wenig später mit einem Kursziel von 2200 Euro auf „Buy“ belassen. Nach den jüngsten Vorab-Aussagen des Rüstungskonzerns halte er dessen aktuellen Umsatzausblick für zu konservativ, wie er laut finanzen.net argumentierte. Rheinmetall dürfte zudem das Umsatzziel für 2027 bestätigen und damit die Sorgen über die Geschäftsdynamik beruhigen. Geopolitisch sah Weier Ende Februar allerdings „keine unmittelbaren Kurstreiber“, was sich erfahrungsgemäß aber jederzeit ändern könne.

Rheinmetall-Aktie 20 Prozent unter Höchststand

Bislang ist der mögliche Aufschwung bei Rheinmetall ausgeblieben. Nur ganz kurz reagierten die Papiere Anfang März positiv auf die Eskalation im Nahen Osten, als der Kurs von zuvor 1.664 auf bis zu 1.781 Euro ansprang, bereits am Abend jedoch bereits wieder auf 1.647 Euro unter den Ausgangspunkt zurückfiel. Aktuell notiert die Aktie auf ähnlichem Niveau – und damit fast 20 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 2008 Euro aus dem Oktober 2025.

Rheinmetall Aktie Chart

Zu Unrecht, wie man bei einer britischen Investmentbank befand: Barclays-Analyst Afonso Osorio hatte die Einstufung für Rheinmetall am fraglichen Wochenende auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 2175 Euro belassen. Er resümierte die Berichtssaison zum vierten Quartal im europäischen Rüstungssektor – ohne auf den soeben gestarteten Krieg im Iran einzugehen. Bei Rheinmetall rechne er „mit einer Prognose für das Jahr 2026, die nicht für anziehende Schätzungen spreche“, so sein Fazit – und gab dennoch eine Kaufempfehlung.

Spielt Rheinmetall in „eigener Liga“?

Blieb noch Adrien Rabier, Analyst beim US-Analysehaus Bernstein Research: Er hatte den fairen Wert von 2000 auf 2050 Euro im Februar sogar leicht angehoben, die Einstufung auf „Outperform“ belassen. Er sah nach dem damaligen Kursrutsch „eine gute Gelegenheit zum Kauf der Aktie“, wie er schrieb. Der Dax-Konzern dürfte auch in den kommenden Jahren unter anderem von der Munitionsnachfrage profitierten, die das Angebot übersteige. Zudem passe Rheinmetall das Geschäftsportfolio rapide an und sollte bis 2030 in einer eigenen Liga spielen.

  • In dieser Woche hatte Rabier als bislang letzter Analyst seine Prognose samt Kaufempfehlung für Rheinmetall noch einmal bestätigt
  • Er erwartet die Aktie somit 25 Prozent höher; ob diese Einschätzung nach dem Berichtstag Bestand haben wird, bleibt abzuwarten

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