Rheinmetall hat einen deutlichen Aufschlag mitnehmen können. Die Notierungen sind am Mittwoch um rund 2,96 % nach oben gelaufen. Damit erreichte die Aktie einen Endstand in Höhe von rund 1738 Euro. Das ist noch viel zu wenig, um den Aussichten gerecht zu werden, meinen Analysten. Die sehen den aktuellen Kurs als quasi unterbewertet. Die Aktie hat teils Kursziele von mehr als 2.000 Euro.
Noch bremst also die Angst die Aktie aus dem Rüstungsbereich. Warum?
- Rheinmetall kann davon ausgehen, dass die Geschäfte in den kommenden Jahren deutlich besser werden. Dies kann kein Kriterium sein.
- Die Märkte könnten in den vergangenen Tagen vor allem Gewinne vom Markt genommen haben.
- Wahrscheinlich aber ist es letztlich ungeordnetes Herdenverhalten. Denn der Krieg im Nahen Osten, auch schon vor dem Angriff auf den Iran, drohte zu eskalieren. Die Börsen haben z. B. Äußerungen aufgegriffen, wonach die Politik darüber nachdachte, Waffen-Exporte aus Deutschland zu unterbinden oder zumindest einzuschränken. So weit wird es indes nicht kommen. Entscheidend sind die Rüstungsverhältnisse in der EU und bei uns in Deutschland.
Rheinmetall: Es regnet Milliarden
So hat nun die Nato getagt und die Mitgliedsländer aufgefordert, 5 % ihres jährlichen BIP in die Rüstung und in militärnahe Infrastruktur zu investieren. Dieses Programm wird schrittweise bis zum Jahr 2035 umgesetzt. Davon lebt u.a. die Rheinmetall.
Rheinmetall Aktie Chart
Die Düsseldorfer haben ohnedies ihre ganz eigene Rechnung aufgemacht. Sie gehen davon aus, dass sie allein in der EU Aufträge von bis zu 300 Mrd. Euro bis zum Jahr 2030 generieren können. Das ist ein erhebliches Leistungsversprechen, vor allem aber wäre es ein erheblicher Auftragszugang. Aktuell beläuft sich der jährliche Umsatz auf rund 12,5 Mrd. Euro mit Tendenz nach oben. In diesem Dimensionen gedacht ist die Rheinmetall künftig ggf. sehr viel besser aufgestellt.
Daher kommen die hohen Kursziele der Analysten, die weit über dem aktuellen Kurs liegen.
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