Der 16. Juli ist im Rückblick ein besonderes Datum, zumindest aus Sicht von Rheinmetall-Anlegern. Denn an jenem Donnerstag vor knapp zwei Wochen gingen die Papiere des Düsseldorfer Rüstungskonzerns bei 963 Euro aus dem Xetra-Handel. Es war der tiefste Kursstand in diesem Monat – und zugleich die Wende. Denn seitdem kletterte die Rheinmetall-Aktie jeden Tag ein Stückchen höher. Am Dienstag waren es gleich 3,4 Prozent auf jetzt knapp 1.087 Euro. Seit ihrem Juli-Tief hat sich die Aktie damit wieder um knapp 13 Prozent verbessert.
Rheinmetall-MAN liefert weitere Sattelzugmaschinen
Und klar, Rheinmetall lieferte regelmäßig Argumente dafür, dass die Papiere davor vom Markt zu sehr abgestraft worden sind. Zahlreiche Auftragsmeldungen reihten sich im Laufe des Monats an Kaufempfehlungen durch Analysten, wenngleich diese bei ihren Kurszielen zuletzt etwas vorsichtiger geworden waren. Das jüngste Argument für die Aktie war dann aber wieder hausgemacht: Denn Rheinmetall teilte zum Wochenbeginn mit, dass die Bundeswehr weitere schwere Sattelzugmaschinen (SaZgM) in Düsseldorf bestellt habe.
- Demnach soll die Truppe zusätzlich 56 Schwerlasttransporter des Typs Elefant 2 erhalten
- Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) werde die Fahrzeuge 2026 und 2027 ausliefern
- Der Auftragswert beträgt laut Unternehmens-Mitteilung rund 60,5 Millionen Euro brutto
Rheinmetall-Elefant als Ergänzung zum Mammut
Die HX81 SaZgM Elefant 2 verfügt laut Rheinmetall über einen Achtzylinder-Dieselmotor mit 680 PS. „Hierdurch erreicht der hochmobile Allrad-LKW eine Höchstgeschwindigkeit von 89 km/h und kann Steigungen von 60 Prozent überwinden“, heißt es in der Mitteilung. Das technisch zulässige Zuggesamtgewicht des Fahrzeugs liege bei 135 Tonnen. Zur Fahrzeugausstattung gehört demnach eine Doppelwinden-Anlage der Firma Rotzler mit jeweils 20 Tonnen Zugkraft. Damit ergänze der ungeschützte Elefant 2 den geschützten Schwerlasttransporter Mammut, welcher ebenfalls durch die RMMV an die Bundeswehr geliefert wurde, heißt es.
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