„Rheinmetall-Aktie: Es ist kaum abzuschätzen!“ – so war ein Artikel an dieser Stelle vom frühen Montagmorgen überschrieben. Thematisiert wurde darin, wie die Märkte wohl auf die Eskalation im Nahen Osten reagieren werden. Chemie- und Automobil-Werte dürften wohl verlieren, angesichts der durch die iranische Revolutionsgarde geschlossenen Straße von Hormus und der zu erwartenden Preissprünge bei Öl und Gas, was auch so eintrat. Rüstungstitel wie Rheinmetall hingegen könnten „von der Eskalation zumindest kurzfristig profitieren“, so die These. Und was soll man sagen? Es geschah genau so, aber es war verdammt kurz.
Rheinmetall-Aktie notiert am Ende gar im Minus
Denn in der Tat sprang die Rheinmetall-Aktie am Montag zum Börsenstart auf Xetra von 1.663 Euro noch zum Handelsschluss am Freitag auf bis zu 1.763 Euro. Es war zu diesem Zeitpunkt ein Zuschlag von gut sechs Prozent. Während praktisch alle anderen Branchen abgaben, schienen Rüstungsaktien angesichts der bedrohlichen Weltenlage ein begehrtes Gut zu sein. Allerdings nicht allzu lange.
- Die Stimmung kippte, die Rheinmetall-Aktie verlor nach ihrer Kursspitze im Tagesverlauf immer mehr
- Am Ende stand bei den Papieren gar ein Minus von 2,1 Prozent und ein Schlusskurs von 1.627 Euro
Daran änderte selbst eine erneuerte Analystenempfehlung nichts. Die britische Investmentbank Barclays hatte die Einstufung für Rheinmetall auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 2175 Euro belassen – trotz einer gewissen Skepsis.
Die Quartalszahlen von Rheinmetall stehen noch aus
Afonso Osorio resümierte laut boerse.de am Sonntag die Berichtssaison zum vierten Quartal im europäischen Rüstungssektor. Sein Fazit laute, dass es bislang in diesem Jahr „mehr negative Eindrücke gebe als positive“. Von Rheinmetall sei der Bericht noch ausstehend. Er rechne bei dem Konzern mit einer Prognose für das Jahr 2026, die nicht für anziehende Schätzungen spreche, so Osorio. Auf die aktuelle Situation im Nahen Osten ging der Analyst mit keinem Wort ein.
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