Die Aktie von Rheinmetall ist am Montag wohl die Wende gelungen: Nachdem die Papiere des Rüstungskonzerns die drei Handelstage zuvor jeweils im Minus beendeten, verzeichneten sie in Frankfurt erstmals wieder einen kleinen Aufschlag. Am Morgen noch war die Aktie auf 1.331 Euro zurückgefallen, zugleich der tiefste Stand seit April 2025, dann drehte sich der Wind: Letztlich standen 1.395 Euro auf dem Kurszettel. Auch am Dienstagmorgen legte Rheinmetall zunächst weiter zu – trotz einer schlechten Nachricht.
Rheinmetall bei Skyranger deutlich in Verzug
Denn nach Informationen des Magazins Stern wird sich die Lieferung des wichtigen Drohnenabwehr-Systems „Skyranger“ massiv verzögern. Das werde zum Problem für Verteidigungsminister Boris Pistorius – und Hersteller Rheinmetall, meldete das Magazin am späten Montagabend unter Berufung auf Bundeswehr- und Parlamentskreise. So erwarte das Verteidigungsministerium die Lieferung der ersten Serienfahrzeuge mit einer Verspätung von mindestens 16 Monaten. Die Auslieferung des dringend benötigten Flugabwehrkanonenpanzers beginne somit frühestens 2027.
- „Die vollentwickelte „Skyranger“-Version erhält die Bundeswehr sogar erst ab 2029“, heißt es beim Nachrichtensender n-tv
- Auf Nachfrage sprach Rheinmetall demnach lediglich von fünf Monaten Verzug – was dennoch teuer werden könnte
Dem Konzern drohe nun eine Vertragsstrafe, so n-tv. Laut Vertragsunterlagen, die dem Stern offenbar vorliegen, seien diese auf maximal 25 Millionen Euro begrenzt. „Rheinmetall kommentierte eine mögliche Strafe bislang nicht, das Ministerium verwies auf Geschäftsgeheimnisse.“
Rheinmetall-Chef Papperger steht in der Kritik
Von Gerüchten um weitere Verzögerungen beim Flugabwehr-Panzer von Rheinmetall berichtete die Wirtschaftswoche bereits vor einer Woche. Die Bundesregierung plane mittlerweile schon mit Zwischenlösungen. Als Gründe für die Verzögerungen wurden unter anderem technische Probleme bei der Integration zentraler Komponenten genannt, insbesondere beim Waffenturm. Inzwischen gerate auch der Chef des Rüstungskonzerns, Armin Papperger, in den Fokus der Kritik, so n-tv. Dieser hatte jüngst ukrainische Drohnenhersteller herabgewürdigt, sprach von Drohnenproduktion „nach Hausfrauen-Art“.
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