Die Aktie von Rheinmetall schien wieder auf dem Weg: Ausgehend von 1.099 Euro Mitte Mai, dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr, hatten sich die Papiere des Rüstungskonzerns Ende vergangener Woche wieder über die Marke von 1.300 Euro geschoben. Doch seit Montag geht es mit der Rheinmetall-Aktie wieder deutlich zurück. Am Donnerstag fiel sie in Frankfurt auf 1.192 Euro, den Freitag begann sie ebenfalls im Minus. Dabei hatte Rheinmetall in dieser Woche quasi zum Doppelschlag ausgeholt.
Rheinmetall mit Großauftrag aus Rumänien
Denn am Dienstag hatte Rheinmetall bestätigt, dass man aus Rumänien „das größte internationale Auftragspaket der jüngeren Unternehmensgeschichte erhalten“ habe. Die Aufträge belaufen sich demnach auf einen Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro. Die Verträge zur Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie von vier Marineschiffen seien jetzt unterzeichnet worden, wie es in einer Mitteilung hieß.
- Doch der historische Großauftrag führte ebenso wenig zum einem Kursanstieg der Rheinmetall-Aktie wie die zweite Nachricht der Woche
- Mit dem Verkauf seiner zivilen Aktivitäten erreiche der Konzern „einen Meilenstein in der strategischen Neuausrichtung“, hieß es
Am Mittwoch hatten Rheinmetall und die Münchner Industriegruppe AEQUITA einen Kaufvertrag unterzeichnet, der der bisherigen Rheinmetall-Division Power Systems „eine Zukunft unter neuer Führung eröffnet“, wie man es formulierte. Der Schritt war lange vorbereitet – und erwartet worden.
Rheinmetall fokussiert sich jetzt auf Rüstung
Rheinmetall fokussiere sich seit geraumer Zeit auf das stark wachsende Geschäft mit den militärischen Kunden und weite gleichzeitig das technologische Portfolio auf die Domänen Air, Sea und Space aus, betont das Düsseldorfer Unternehmen. Seit 2025hatte der Konzern Gespräche mit potenziellen Interessenten für das zivile Geschäft geführt, die nun zum Erfolg führten. Alle rund 6.250 Beschäftigen sollen von AEQUITA übernommen werden. Der vorläufige Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile beträgt 350 Millionen Euro, der Deal soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
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