Was war die Erleichterung unter Anlegern groß, als die Aktie von Rheinmetall sich zuletzt wieder ordentlich erholt hatte. Nach der Stornierung eines Fregatten-Auftrags durch die Bundesregierung waren die Papiere des Rüstungskonzerns am 25. Juni bis auf 900 Euro abgesackt, bevor es wieder deutlich aufwärtsging – angetrieben auch durch zwei vermeldete Großaufträge. Im Xetra-Handel am Donnerstag notierte die Rheinmetall-Aktie zeitweilig bei wieder 1.120 Euro. Doch vor dem Wochenende kommt bereits der nächste Dämpfer, bedingt durch eine Nachricht, die doch eigentlich zu erwarten war.
Rheinmetall rechnet mit drei Prozent Einbußen
Denn laut Medienberichten bewertet Rheinmetall derzeit die Auswirkungen der Stornierung des Programms für die Fregatte F126. Man erwartet durch die Beendigung des Programms, wenig überraschend, Einbußen. „So könnte der Umsatz im laufenden Jahr dadurch bis zu 300 Millionen Euro weniger betragen“, habe der Rüstungskonzern am Donnerstagabend laut des Nachrichtenportals t-online mitgeteilt. Die gute Nachricht: Im zweiten Quartal wurde das Umsatzwachstum deutlich beschleunigt, „es dürfte über 60 Prozent liegen“, hieß es demnach weiter.
- Der geplante Beitrag zur mittelfristigen Prognose für 2030 lag den Angaben zufolge unter drei Prozent, heißt es auf Börse Online
- Rheinmetall setze alles daran, diesen negativen Effekt durch weitere Auftragsabschlüsse in der Zukunft abzufedern
Barclays setzt Kursziel für Rheinmetall auf 2.000 Euro
Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Rheinmetall in der Folge leicht von 2035 auf 2000 Euro gesenkt, 85 Prozent über dem aktuellen Kursstand. „Die Anleger sollten das große Bild nicht aus den Augen verlieren“, schrieb Analyst Afonso Osorio. Er sei „vorsichtig optimistisch“ für die Ergebnisse des 2. Quartals und rechne mit einem Wachstum um 59 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Bei anziehendem Muntionsabsatz, einer inspirierenden Telefonkonferenz und einer Unterschrift unter den Boxer-Deal könnten die Papiere wieder in Gang kommen. Bislang ist das Gegenteil der Fall: Die Rheinmetall-Aktie steht zum Mittag mit knapp 1,2 Prozent auf 1.090 Euro im Minus.
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