Liebe Leserinnen und Leser,
für die Aktie der Rheinmetall sieht es derzeit nach einem fast bodenlosen Absturz aus. Die Grenze von 1.400 Euro war zuletzt als letzte wichtige Unterstützung identifiziert worden. Die ist nun auch noch in Gefahr. Es gab sogar schon Stimmen, die dann einen Rutsch in Richtung von 1.000 Euro für möglich hielten. Das dürfte nach menschlichem Ermessen sportlich sein, die Sorge aber ist da. Die Ausgangssituation ist nun jedenfalls zunächst belastend.
So hat die Rheinmetall nun am gestrigen Börsentag alleine einen Abschlag in Höhe von in etwa 1,5 % hinnehmen müssen. 1406 Euro stehen jetzt noch auf den Kurstafeln. Dies ist nur knapp über der oben thematisierten Grenze von 1.400 Euro. Über Nacht kann sich die Situation noch einmal verschärft haben.
Rheinmetall: Der fast schon überraschende Abwärtstrend!
Die Notierungen sind damit zum einen in einen inzwischen überwältigenden Abwärtstrend gerutscht. Zum anderen besteht nun die Gefahr, dass diesmal auch keine richtigen Kräfte mehr dagegen wirken können, wie noch zuletzt, als die Aktie dann auf mehr als 1.500 Euro nach oben kletterte.
Rheinmetall Aktie Chart
Würde die Aktie am heutigen Freitag unter 1.400 Euro rutschen, dann gäbe es wahrscheinlich einen blinden Abverkauf. Die Gründe sind schon längere Zeit nicht mehr nachvollziehbar.
Das Geschehen kwürde sicherlich am Wochenende noch einmal intensiver diskutiert. Hier geht es inzwischen darum, dass die Rheinmetall möglicherweise einen doch durchaus stärkeren Abwärtstrend eingeschlagen hat, als Analysten zum Beispiel vermuten. Analysten sind derzeit immer noch sehr wacker darin, ihre Kursziele oft genug neu über über 2000 Euro zu platzieren.
Inzwischen fehlen 600 Euro, was mehr als 40 % Aufschlag wären. Das bedeutet, die Aktie ist derzeit in einer viel zu schwachen Verfassung, um in den kommenden Wochen schnell in den Aufwärtstrend zu gelangen.
Die Quartalsergebnisse sollten es rumreißen können
Dabei wird am 7. Mai das Ergebnis zum ersten Quartal des laufenden Jahres vorgestellt. An solche Veröffentlichungen heften die Analysten ihre Hoffnung. Denn dann wird wieder klar, dass die Rheinmetall massiv wächst und mit hohen Ergebnismargen arbeitet. All das wird derzeit nicht gewürdigt. Denn tatsächlich ist die Rheinmetall stimmtechnisch schlicht am Boden.
Dabei ist auch die Nachrichtenlage für das Unternehmen ausgesprochen stark. Nun hat die Rheinmetall einen Milliarden-Auftrag für so genannte Loitering-Munitions-Systeme zur Auslieferung an die Bundeswehr gewonnen. Es geht um so genannte FV-014 Systeme. Das Unternehmen darf die entsprechenden Systeme schon in der ersten Hälfte des Jahres 2027 ausliefern.
Der Rahmenvertrag hat nach Angaben von Rheinmetall selbst einen Wert im Milliarden Bereich. Allein der erste Abruf bringt hier einen Auftragswert in Höhe von 300 Millionen Euro brutto. Dieser Auftrag wird noch in diesem Monat verbucht.
Insofern ist hier durchaus eine relevante weitere Entwicklung zu verzeichnen, auf die der Markt gar nicht eingegangen ist. Zudem allerdings hatte die Rheinmetall selbst einen weitere wichtige Information am Markt etabliert.
Rheinmetall möchte schnell die Kapazitäten erhöhen
Laut dem CEO des Unternehmens, Armin Papperger, wäre die Rheinmetall beziehungsweise die deutsche Rüstungsindustrie allgemein in der Lage, die Produktion schnell auszubauen. Die dafür nötigen Kapazitäten werde man flexibel bereitstellen bzw. auch organisieren können.
Das sei machbar, er sehe kein Problem darin. Wenn die Aufträge kommen, würde die deutsche Industrie quasi auf jeden Fall auch liefern können. Als Beispiel führte er an, dass schon die Fertigung der Artilleriemunition durch die Rheinmetall seit dem Beginn der russischen Angriffe, hier gemeint die Situation in den 20er-Jahren, für die Ukraine sich mehr als verzehnfacht habe. Das Unternehmen sei in der Lage, auch ohne mühsam und langwierig mit rechtlichen Einschränkungen in der Praix schnell zu agieren. Insgesamt sieht er hier offenbar ausgesprochen viel Geschäft.
Rheinmetall möchte auch den konventionellen Bereich weiter ausbauen
Im konventionellen Bereich habe die Gesellschaft zu wenig gemacht, sie habe im Gegenteil lange auf die nukleare Abschreckung gesetzt. Nun hätte man in kurzer Zeit umsteuern müssen. Letztlich wird die Rheinmetall auch mit weiteren Geschäftsfeldern an der Aufrüstung beteiligt sein.
So wurden zum Beispiel Verhandlungen mit einem Satelliten-Unternehmen namens OHB geführt und inzwischen von Kartellamt abgesegnet. Das bedeutet auch hier, dass die Rheinmetall ausgesprochen starke Chancen in der Hand hält, die Umsätze schnell nach oben zu treiben. Schließlich will die Regierung offenbar rund 35 Mrd. Euro investieren.
Anzeige: Die geopolitischen Spannungen, die derzeit den Rüstungssektor antreiben, wirken sich ebenso massiv auf einen anderen strategischen Sektor aus: die Halbleiterindustrie. China hat Exportkontrollen für Silber und Seltene Erden als strategische Waffe eingeführt – Rohstoffe, die in jedem militärischen System und jedem elektronischen Gerät unverzichtbar sind. Gleichzeitig investieren die USA über 500 Milliarden Dollar und die EU 43 Milliarden Euro in die eigene Chip-Unabhängigkeit. In einer aktuellen Analyse wurden 4 Chip-Aktien identifiziert, die von dieser Eskalation im globalen Chip-Krieg am stärksten profitieren dürften – mit Gewinnpotenzialen, die weit über das hinausgehen, was der breite Markt derzeit einpreist. Wer sein Portfolio neben Rüstungswerten um diesen geopolitisch getriebenen Megatrend erweitern möchte, sollte sich die Ergebnisse genauer ansehen. Zur Analyse der 4 Chip-Aktien mit dem größten Potenzial
Insgesamt sehen die Erwartungen im Vorfeld der Quartalsberichterstattung Ende der ersten Mai-Woche durchaus starke Entwicklungen vor. Dies lässt sich auch beziffern. Das Unternehmen selbst war schon vor einiger Zeit davon ausgegangen, dass das Umsatzvolumen sich bis zum Jahr 2030 bezogen auf die Umsätze aus dem Jahr 2024 sich verfünffachen könnten. Bezogen auf die aktuellen Umsatzerlöse ist demnach rein rechnerisch eine Verdreifachung möglich.
Zum Jahr 2030 erwarten die Analysten für die Rheinmetall mindestens 40 bis 45 Milliarden Euro Umsatz. Im laufenden Jahr werden es ca. 14,2 Mrd. Euro werden. Es sieht danach aus, als würde die Rheinmetall hier nicht zu viel versprechen.
Dies würde im Umkehrschluss langfristig betrachtet bedeuten, dass die Aktie heute sehr niedrig bewertet ist, wenn die Gewinnmargen insgesamt auf dem aktuellen Niveau bleiben. Davon ist allerdings nach den vergangenen Jahren durchaus auszugehen. Insofern ist die Aktie aktuell nicht nur nach Ansicht der professionellen Analysten unterbewertet, sondern vor allem auch intuitiv für die meisten Beobachter, sofern die sich mit den z. B. oben genannten Kennzahlen befassen. Vorausgesetzt, es ginge mit den Auftragsvolumina und Kooperationen weiter wie bislang, wird das Unternehmen also in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren zumindest aus wirtschaftlicher Bewertungssicht deutlich klettern können. Analystenaus den technischen Disziplinen (die Kursdeutungen betreiben) verweisen darf, dass das Unternehmen allerdings mehr als 1600 Euro als Kursniveau benötigt, um formal wieder im Aufwärtstrend zu sein. Insofern ist hier noch viel Luft nach oben zu sehen.
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