Liebe Leserinnen und Leser,
die Entwicklung bei Rheinmetall hält weiterhin im Grunde alle in Atem. Die Notierungen sind gestern um 0,2 % gefallen und erreichten ein Niveau von nur noch 1343,20 Euro. Das Besondere: Die Aktie hatte am Montag rund 2 % gewonnen und die Börsen nehmen unmittelbar darauf schon wieder Abstand von einer möglichen Erholung. Was wollte Rheinmetall noch machen?
Rheinmetall-Tochter erhielt Auftrag – doch es passiert wenig
Dabei hatte das Unternehmen über eine Tochter einen Milliardenauftrag von der Bundeswehr erhalten. Die Rheinmetall Electronics konnte einen Auftrag im Volumen von 1,04 Md. Euro für sich verbuchen. Dabei geht es um sogenannte Soldatensysteme, die zum einen modernisiert werden sollen und zum zweiten ergänzt: 237 zusätzliche Einheiten werden ausgeliefert.
Der Auftrag wird bis Ende Dezember 2029 dann vollzogen, wobei die Bundesehr dann insgesamt 353 Zugsysteme habe. Vielleicht haben die Märkte den Umstand bewertet, dass der Auftrag ohnehin schon Teil eines Rahmenvertrags im Umfang von 3,1 Mrd. Euro gewesen ist und daher keine unerwarteten Erlösströme auslösen wird. Und dennoch ist es ausgesprochen enttäuschend, dass und wie die Märkte ignorieren, was im Umfeld der Rheinmetall passiert.
So hat die Rheinmetall selbst am Ende der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass das Unternehmen schon 350.000 Bewerbungen im Jahr erhält oder erhalten habe. Das zeigt überdeutlich, dass im realen Leben offensichtlich beste Stimmung herrscht: Rheinmetall saugt die Arbeitskräfte regelrecht an. Es scheint keinerlei Zweifel am Wachstum der Düsseldorfer und an deren Zukunft zu geben.
Passend dazu hatte die Rheinmetall am Ende der vergangenen Woche eine weitere Umsatzmeldung für die Märkte parat. Sie gewann einen Milliardenauftraq, um FV-014-Loitering-Munition-Systeme zu liefern. Der Auftrag kam erneut aus der Bundeswehr und zeigt schlicht, in welche Richtung es geht: Hier werden Drohnen ausgeliefert, die mit einiger Wahrscheinlichkeit für die Rheinmetall in den kommenden Jahren ein weiteres lukratives Geschäftsfeld darstellen werden.
Erinnert sei auch daran, dass die Rheinmetall sogar den aktuell so brisanten Bereich der Weltraumwirtschaft aufnehmen. Die Märkte gehen davon aus, dass der Weltraum in den kommenden Jahren bis z. B. 2030 zu einem Billionen-Markt werden wird. Allein in Deutschland plant die Regierung wohl, 35 Milliarden Euro für die Verteidigung im Weltraum auszugeben. Die Rheinmetall wird sich einen ordentlichen Teil dieses Pakets sichern. Sie hat dafür Gespräche mit der hier aussichtsreichen OHB geführt, um Satellitensysteme zu entwickeln und zu verkaufen. Dieses Geschäft, das bis dato indes erst in der Entstehungsphase sein dürfte, hat der Markt ersichtlich in den vergangenen Wochen bis dato in keiner Weise gewürdigt.
Anzeige: Die jüngsten Entwicklungen im Verteidigungssektor – von Drohnen über Weltraumrüstung bis hin zu Lasertechnologie – zeigen, wie rasant sich dieses Feld verändert. Besonders der erstmalige Einsatz des israelischen „Iron Beam“-Lasersystems hat die gesamte NATO aufhorchen lassen: Hochenergie-Laser, die anfliegende Raketen und Drohnen in Sekundenbruchteilen neutralisieren, könnten die Verteidigungsarchitektur grundlegend umwälzen. Finanzexperte Carsten Müller hat in einer aufsehenerregenden Sondersendung analysiert, welche Unternehmen hinter dieser Technologie stehen und welche Aktien ein Gewinnpotenzial von bis zu +934 % bieten könnten. Er zeigt konkret, was die NATO jetzt plant und wie Anleger sich frühzeitig in diesem Megatrend positionieren können – bevor der breite Markt aufwacht. Wer neben Rheinmetall weitere Profiteure der digitalen Verteidigungswende im Depot haben möchte, sollte sich diese Analyse genauer ansehen. Zur Aufzeichnung: „Bytes statt Bomben“ – die Laser-Revolution der NATO
Rheinmetall Aktie Chart
Rheinmetall: Alles deutet auf ein wesentlich größeres Geschäft
Die Düsseldorfer rechnen im laufenden Jahr eigenen Angaben nach mit einem Umsatz im Umfang von ca. 14,2 Mrd. Euro. Die Range von 14 bis zu 14,5 Mrd. Euro war schon in den vergangenen Schätzungen am Markt als Zielmarke ausgerufen worden. Insofern hat die Rheinmetall – allen Unkenrufen zum Trotz – mit der eigenen Umsatzschätzung am Markt keineswegs enttäuscht, sondern sogar überzeugt.
Die Nettogewinne des Unternehmens werden den Erwartungen am Markt nach ein Volumen in Höhe von ca. 1,6 bis 1,76 Mrd. Euro erreichen. D. h., dass die Margen zweistellig sind. Im kommenden Jahr könnte das Nettoergebnis den gegenwärtigen Schätzungen nach einen Umfang von 2,46 Mrd. Euro erreichen, während der Umatz auf 19,1 Mrd. Euro wächst.
Bis zum Jahr 2030 sollen die Erlöse sich auf einen Betrag von 40 bis 45 Mrd. Euro nach oben schrauben. Dies kann in einer groben Voraussicht Nettogewinne von vielleicht 5,5 Mrd. Euro erbringen. Der Marktwert des Unternehmens liegt aktuel bei rund 62 Mrd. Euro. Würde der Kurs sich in den kommenden Jahren nicht mehr bewegen, würde die Aktie ein KGV von gut 11 ausweisen.
Diese Rechnung ist deshalb wichtig, weil das durchschnittlich erwartbare KGV der Rheinmetall in normaleren Zeiten bei etwa 25 bewegen wird, eher etwas höher. Demzufolge lässt sich ableiten, dass der Markt hier eigentlich den Kurs der Aktie mindestens verdoppeln, eher sogar um 150 % erhöhen müsste, wenn auch über mehrere Jahre hinweg.
Die Kursziele von Analysten weisen indes nur eine Steigerung von etwas mehr als 50 % aus. Die Experten aus den Researchhäusern erwarten einen Kurs in Höhe von rund 2.050 Euro.
Reine Überlegung: Kein Problem!?
Die Zahlen sind deshalb für Investoren relevant, weil sich abschätzen lässt, ob die Experten wohl daneben liegen. Ergänzt wird der Zahlenkranz noch durch den Umstand, dass die Rheinmetall schon heute ein Auftragsvolumen im Wert von gut 63 Mrd. Euro gesichert hat. Das heißt, die Umsatzsteigerungen, die oben skizziert worden sind, werden sich mit einiger Sicherheit auch einstellen.
Das bedeutet zusammengefasst, dass die kurzfristigen Kursziele der Analysten nicht einfach der Gewohnheit wegen verteidigt werden, sondern einen realen und gut abgesicherten wirtschaftlichen Hintergrund haben. Die Hochrechnung über mehrere Jahre zeigt gar, dass diese Kursentwicklung dann noch nicht das Ende der Fahnenstange darstellen muss. Die Rheinmetall wird dennoch vom Markt abgelehnt.
Sie ist klar im technischen Abwärtstrend. Chartanalysten verweisen inzwischen auf das Risiko, die Aktie könnte in Richtung von 1.000 Euro abstürzen, wenn erst einmal die Unterstützung von 1.300 Euro unterkreuzt wäre. Das allerdings widerspripcht im Grunde allen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Bock muss nur umgestürzt werden, dann könnte die wirtschaftliche Kraft der Rheinmetall sichtbar werden. Oder?
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