Die Aktie von Rheinmetall befindet sich wieder im Sinkflug. Nur kurz konnten sich die Papiere des Rüstungskonzerns Ende vergangener Woche auf mehr als 1.300 Euro verbessern, doch bereits der Montag war mit einem Schlusskurs von 1.207 Euro auf Xetra eine Enttäuschung. Doch der Ausvekauf geht auch am Dienstag im Vormittagshandel weiter, die Rheinmetall-Aktie notiert aktuell bei nur noch 1.182 Euro. All die vielversprechenden Auftragsmeldungen aus den vergangenen Tagen sind damit wirkungslos verpufft.
Rheinmetall: Zwei Großaufträge der Bundeswehr
So hatte Rheinmetall am Mittwoch vergangener Woche zunächst einen weiteren Großauftrag durch die Bundeswehr vermeldet. Die Düsseldorfer liefern demnach erneut Laser-Licht-Module für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr, der Auftragswert umfasse mehrere hundert Millionen Euro, hieß es. Tags darauf dann die Nachricht, dass Rheinmetall mit der Lieferung von mehr als 2.000 militärischen Transportfahrzeugen für die Bundeswehr beauftragt worden sei, der Wert der UTFs: mehr als eine Milliarde Euro.
- Das hob zuncähst die Stimmung, die Aktie verbesserte sich, ausgehend von 1.243 Euro am Montag der Vorwoche, bis auf 1.305 Euro
- Der Effekt allerdings hielt nicht lange, seitdem sind die Anteilscheine wieder um fast zehn Prozent zurückgefallen
Rumänien sorgt für 5 Milliarden Euro Umsatz
Daran änderte auch die Nachricht des Fachmagazins hartpunkt.de vom Wochenende nichts. Demnach beschafft sich Rumänien Schützenpanzer und Flugabwehrsysteme von Rheinmetall im Gesamtwert von fast 5 Milliarden Euro. Dies gehe aus einer Pressemitteilung des rumänischen Verteidigungsministeriums vom 29. Mai hervor. Die Finanzierung der Beschaffungsvorhaben erfolge mittels des europäischen Finanzierungsinstruments SAFE (Security Action for Europe). Die Beschaffungsmaßnahmen haben demnach das Ziel, „die Ausstattung der rumänischen Streitkräfte mit modernen Gefechtsfahrzeugen und Flugabwehrsystemen sehr kurzer Reichweite zu verbessern“. Für die Verbesserung der Situation der Rheinmetall-Aktie trug die Nachricht hingegen nicht bei.
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